Aachen - Frohe Kunde beim Neujahrskonzert

Frohe Kunde beim Neujahrskonzert

Von: O.H.
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Frohe Kunde brachte Oberbürgermeister Marcel Philipp den Musikerinnen und Musikern und ihrem Generalmusikdirektor Marcus Bosch in seinen Neujahrsgrüßen beim Neujahrskonzert des Sinfonieorchesters Aachen im voll besetzten Eurogress.

Nach vielen Jahren eines ewig scheinenden Provisoriums mit unwürdigen Probenbedingungen wurden in den letzten Tagen des alten Jahres die verwaltungstechnischen Hürden für die Einrichtung eines neuen Probenlokals überwunden, so dass jetzt endlich mit der konkreten Planung begonnen werden kann.

Diese Aussicht auf ein Ende eines unhaltbaren Zustandes beflügelte die Musiker fühlbar und brachte zusätzlichen rhythmischen Schwung in ein Programm, das seiner Bezeichnung „Überraschunsgprogramm” alle Ehre machte, brachte es doch ausschließlich lateinamerikanische Musik mit Komponistennamen, von denen Astor Piazzolla und Alberto Ginastera noch die bekannteren waren.

Im Zentrum des Konzertes standen Piazzollas „Vier Jahreszeiten” in einem für Gidon Kremer angefertigten Arrangement für Solovioline und Streichorchester, vier Konzerte in A-B-A-Form mit je einem langsamen Mittelsatz mit deutlichen Anklängen an und Anleihen bei Vivaldis „Vier Jahreszeiten”.

Piazzolla schildert Eindrücke seiner Heimatstadt Bueonos Aires im Wechsel der Jahreszeiten mit den ihm eigenen kompositorischen Mitteln, die vom argentinischen Tango geprägt sind. Marijn Simons, stellvertretender Konzertmeister des Sinfonieorchesters, spielte den anspruchsvollen Solopart technisch absolut souverän, mit lupenreiner Intonation, aber auch der nötigen Idiomatik, die dieser Aufführung im reibungslosen Zusammenspiel mit dem Orchester die nötige Authentizität verlieh. Oliver Wenhold überzeugte beim Cellosolo im „Herbst” mit tonlichem Schmelz.

Die übrigen Werke des Programms, der Danzon Nr. 2 des Mexikaners Arturo Márquez, die Three Latin American Dances von Gabriela Lena Frank, „Oblivion”, noch einmal von Piazzolla, die Tänze aus dem Ballett „Estancia” des Argentiniers Alberto Ginastera, und der Huapango des Mexikaners José Pablo Moncayo, wurden vom Orchester und ihrem Chef Marcus Bosch mitreißend realisiert, wobei sich verschiedene Bläser und Schlagzeuger immer wieder wirkunsgvoll in Szene setzen konnten. Entsprechend begeistert war der Beifall am Ende.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert