Foto-Meisterwerke in Köln hinter Spezialfenstern

Von: dpa
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Museum Ludwig
Im Museum Ludwig in Köln sind Schwarz-weiß-Fotografien u.a. von Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Alfred Stieglitz, Robert Doisneau zu sehen. Foto: dpa

Köln. Geschützt durch Spezialfenster zeigt das Museum Ludwig fotografische Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Insgesamt 70 Aufnahmen, darunter Berühmtheiten wie „Der gefallene Soldat” von Robert Capa und Dorothea Langes „Heimatlose Mutter”, können Besucher bis zum 31. Januar 2010 in Köln betrachten.

Um die Schädigung der Fotografien durch Sonnenlicht in Grenzen zu halten, seien sämtliche Fenster mit einer speziellen Folie beklebt worden, sagte Museumssprecherin Anne Buchholz am Freitag. Diese halte UV-Strahlen auf und ermögliche eine weitaus längere Ausstellungsdauer.

Sie sei „sehr gerührt” hatte Renate Gruber, Witwe des 2005 verstorbenen Publizisten und Photokina-Mitgründers Leo Fritz Gruber, bei einer Vorpräsentation der ausgehängten Werke gesagt. Sie sprach von einem „großartigen Ensemble”. Viele Fotografien stammen aus der Sammlung des Paares und waren seit 1977 in den Besitz des Museums übergegangen.

Als „ein Wunder” bezeichnete der Leiter der fotografischen Sammlungen des Museums, Bodo von Dewitz, die Eröffnung der neuen Foto-Galerie. Deren Einrichtung war schon lange ein Wunsch, wurde jedoch auch aus finanziellen Gründen erst jetzt verwirklicht. Sogar die edlen Mahagoni-Fassungen der Bilder halfen beim Sparen: Sie wurden aus dem Holz einer ausrangierten, begehbaren Kamera gefertigt - und verleihen buchstäblich einen edlen Rahmen.

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