Aachen - Faszination von Licht und Besen: Nina Canell

Faszination von Licht und Besen: Nina Canell

Von: Carlos Kleiner
Letzte Aktualisierung:
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Sie verbindet Natur und Technik: die schwedische Künstlerin Nina Canell im Neuen Aachener Kunstverein. Diese Lautsprecher verbreiten das knisternde Geräusch von Nordlichtern. Foto: Eckhard Hoog

Aachen. Mit der Technik neu anfangen, die Natur durch Technik darstellen und mit Technik verbinden, das sind die Leitmotive der Kunstwerke Nina Canells. Die schwedische Künstlerin, die bereits in London, Korea und Tirol ausgestellt hat, wird nun vom Neuen Aachener Kulturverein (NAK) vorgestellt.

Die Verbindung von in der Natur vorkommenden und meist auch dort gefundenen Stöcken oder Steinen mit technischen Errungenschaften führt sie zu einer Symbiose und einer Weiterentwicklung der einzelnen Bestandteile, bis zu einer völlig neuen Bedeutung von alltäglich Bekanntem.

So kombinierte die Künstlerin zum Beispiel mehrere Ventilatoren, die sie in New York gefunden hat, miteinander, sodass diese einen Windstrom erzeugen und sich teilweise sogar selbst antreiben. Trotz ihrer Fazination für Licht, insbesondere das Licht von Neonröhren, die den Hauptakzent der Ausstellung darstellen, entwickelte sich der Schwerpunkt der einzelnen Ausstellungsstücke während des Schaffungsprozess ständig weiter. So verwundert es auch nicht, dass in manchen Arbeiten Elektrizität nicht länger nur Mittel zum Zweck ist, sondern selbst in den Mittelpunkt gerückt ist.

Denn mit speziellen Instrumenten hat sich Nina Canell auf den Weg gemacht, das elektrische Knistern einzufangen, das bei den Nordlichtern entsteht. Was eigentlich für das menschliche Ohr gar nicht zu hören ist, knistert jetzt ganz leise aus Lautsprechern, die eigentlich dazu gedacht sind, große Menschenmengen zu beschallen.

Und so finden viele Kabelreste, Besenstiele und antike Blitzableiter einen völlig neuen Zweck und entfalten eine ungeahnte Bedeutungstiefe, die den Besuchern auch gelegentlich ein Lächeln entlockt, wissen auch Brigitte Steiner und Melanie Bono vom NAK. „Man kann sich viele Gedanken zu den Werken machen oder sie einfach genießen und auf sich wirken lassen.”

Nina Canell im Neuen Aachener Kunstverein, Passstraße 29, 0241/503255. Eröffnung: Samstag, 30. Mai, 20 Uhr. Dauer: bis 26. Juli. Geöffnet: Di.-So. 14-18 Uhr.

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