Erlesenes aus 5500 Jahren

Von: Frank Bretschneider, (ddp)
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Düsseldorf. Emil Noldes Gemälde „Wasserrosen” ist die teuerste Attraktion der diesjährigen Kunst- und Antiquitätenmesse „ak Düsseldorf”. Für drei Millionen Euro wird das Werk auf der zu den wichtigsten deutschen Kunstmessen zählenden Veranstaltung angeboten.

Von Mittwoch (3. Februar) bis Sonntag (7. Februar) zeigen 92 Kunsthändler und Galeristen ein umfangreiches Angebot an Kunstschätzen, wie die Veranstalter am Freitag in Düsseldorf ankündigten.

Schwerpunkt der zum vierten Mal stattfindenden Messe ist die Möbelkunst des 17. bis 19. Jahrhunderts. Aber auch das 300-jährige Bestehen der Porzellanmanufaktur Meissen werde entsprechend gewürdigt, berichtete Veranstalter Michael Daniels. Die Preise für die angebotenen Kostbarkeiten reichten hier von 800 bis 65.000 Euro. Prunkstück sei hier ein Paar Girandolen aus den Jahren 1745 und 1749.

Darüber hinaus können Sammler aber auch Kunstschätze vom Altertum über die Antike bis zur Gegenwart erwerben. Eine der ältesten gezeigten Kostbarkeiten ist den Angaben zufolge eine 5500 Jahre alte ägyptische Schminkpalette. Unter den Gemälden ragen der „Sonntagsjunge” von Carl Spitzweg im Wert von 175.000 Euro sowie Werke von Pablo Picasso heraus.

Die Veranstalter rechnen mit 14.000 bis 15.000 Besuchern. Das wären rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Zielgruppe der Messe sind vor allem die Kunstfreunde im Ruhrgebiet, am Niederrhein und den Benelux-Ländern. Im Vorjahr seien mehr als 800 Objekte verkauft worden. Angaben über das Verkaufsvolumen wurden nicht gemacht.

Trotz der Krise sei die Stimmung bei den Sammlern gut, stellte Daniels fest. Gemälde und Möbel seien weiterhin gefragt. Hochpreisige Exemplare würden nach wie vor als Wertanlage geschätzt. Bei den Galeristen sei die schlechte Wirtschaftslage dagegen eher zu spüren. „Wir haben 26 Galeristen weniger als im Vorjahr. Davon sind fünf bis zehn aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr angetreten”, so Daniels. Der Rest habe das Geschäft aus Altersgründen aufgegeben.

Wegen der wachsenden Zahl ältere Sammler will sich die „ak Düsseldorf” künftig auch verstärkt für junge Kunstinteressierte öffnen. Dazu soll das Angebot stärker auf zeitgenössische Kunst zugeschnitten werden.
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