Aachen - Elvis lebt: Zumindest in Aachen

Elvis lebt: Zumindest in Aachen

Von: Nina Krüsmann
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Mit Tolle: Grahame Patrick gilt als bester Elvis seit Elvis. Davon konnte sich das Publikum im Aachener Eurogress überzeugen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Can‘t help falling in love“ schmachtet der King bei der Zugabe – und das Aachener Publikum schmachtet zurück. Regelrecht aus dem Häuschen sind die Besucher an diesem Abend im Aachener Eurogress, als „Elvis – Das Musical“ hier Station macht. Ein Fan hat sich sogar in einen goldenen Glitzeranzug geworfen.

Haartolle, paillettenbestickter weißer Anzug, Hüftschwung: Das sind die Attribute, die man mit Elvis Presley verbindet. Grahame Patrick hat nicht nur diese Eigenschaften, er lebt geradezu Elvis und seine Musik. Der gefeierte Elvis-Darsteller aus Las Vegas versetzt das Publikum weltweit in Erstaunen und Extase – so auch im Eurogress.

Auch hier ist das Publikum begeistert von dem nach einer Umfrage besten Elvis seit Elvis, von seiner Band, den beiden Backgroundsängerinnen, den vier Tänzerinnen und dem Stamps Quartet um den Sänger Ed Enoch. Die sind das älteste professionelle Gospel Quartett in Amerika und begleiteten Elvis von 1971 bis zu seinem frühen Tod im Jahre 1977.

Die Lebensgeschichte des talentierten jungen Mannes, der aus armen Verhältnissen stammte und plötzlich eine Weltkarriere startete, ist in einigen kurzen Spielszenen zu sehen. In den Sun Record Studios in Memphis nimmt der junge Elvis 1953 im Blaumann seinen ersten Song als Geschenk für seine Mutter Gladys auf. Das Talent des Lkw-Fahrers und Kino-Platzanweisers wird schnell erkannt. Als „der weiße Sänger mit der schwarzen Stimme“, als der Erfinder des Rock e_SSRqn’ Roll geht Elvis bald in die Musikgeschichte ein.

Die Zuhörer fühlen sich an diesem Abend in diese Zeit zurückversetzt. Den meisten geht es um die Musik. Dass die Schauspieleinlagen nur sehr kurz gehalten sind, kommt deshalb sehr gut an. Der Rest ist pure Konzertatmosphäre. Elvis‘ großes Comeback nach acht Jahren Pause in Las Vegas wird zum großen Höhepunkt der zweistündigen Musicalshow.

Bei „Suspicious Minds“ verlässt Patrick die Bühne und geht ins Publikum. Hände schütteln, weibliche Fans umarmen: Spätestens jetzt steht der Saal komplett und rockt so richtig mit. Mit der CHIO-Abschiedshymne „Muss i denn“ – beziehungsweise der englischen Version „Wooden Heart“ – trifft der Ire den Nerv des Aachener Publikums. Am Ende gibt es für die Musical-Inszenierung des Erfolgsproduzenten Bernhard Kurz stehende Ovationen. Und das erste Lied des Abends sagt alles aus über den King of Rock e_SSRqn’ Roll: „I did it my way.“

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