Eine Verbindung, die funktioniert

Von: Pedro Obiera
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „M & M” die Partnerschaft zwischen den Nobelmarken Mozart und Mercedes, scheint sich zu einer dauerhaften Bindung zu etablieren.

Zum dritten Mal war jetzt die Ausstellungshalle der Mercedes-Benz-Niederlassung Schauplatz einer Mozart-Matinee des Aachener Sinfonieorchesters. Die Ferien reduzierten zwar ein wenig den Besucherandrang, und auch Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch weilt derzeit in seiner zweiten Wirkungsstätte Nürnberg. Aber auch unter der Federführung von Konzertmeister Felix Giglberger konnten sich die immer noch zahlreichen Besucher im Vorfeld eines lukullischen Genusses unter dem Titel „Mozart! Pasta! Hummer!” mit Meisterkoch Christof Lang über einen kurzen, aber ereignisreichen Mozart-Vortrag freuen.

Mit der Ouvertüre und den beiden Gräfinnen-Arien aus „Figaros Hochzeit” sowie der festlich sprudelnden Haffner-Symphonie rahmten populäre Highlights Mozarts seltener gespieltes Jugendwerk KV 190 ein, die sogenannte Concertone für zwei Violinen und Orchester. Giglberger leitete das Orchester vom Konzertmeisterpult aus und bestritt auch zusammen mit seinem Kollegen Fabian Grimm die Solo-Aufgaben des Stücks. Als Dritter im Bunde verdient jedoch auch Solo-Oboist Christoph Neuerburg mit seiner großen und anspruchsvollen Partie lobende Anerkennung.

Dass sich die Ausstellungshalle akustisch hervorragend für kleiner besetzte Orchestermusik eignet, hat sie bereits in den letzten Jahren bewiesen. Ohne Dirigent muss man freilich im Spiel des Orchesters auf manche Feinheit in der Phrasierung verzichten. Da fehlt den melodischen Linien, den Arabesken sowie den dynamischen Entwicklungen doch der letzte Schliff.

Neugierig durfte man auf die Sopranistin Katharina Hagopian sein, die als neues Ensemblemitglied mit den beiden schwierigen Arien der Gräfin aus „Figaros Hochzeit” einen kleinen Vorgeschmack auf die Premiere des Werks im Dezember lieferte. In der frühen Mittagsstunde fand die Stimme noch nicht zu letzter ausgeglichener Ruhe. Dafür durfte man sich an einer Sängerpersönlichkeit mit einer individuell gefärbten Stimme, unverkennbarem Charisma, ausgeprägtem Gestaltungswillen und einer vorzüglichen Legato-Kultur auch in zarten Piano-Gefilden und ätherischen Höhen erfreuen. Eine Kostprobe, die etliches erhoffen lässt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert