Ein Weltstar zum Anfassen: Marla Glen auf Burg Wilhelmstein

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Im Herrenanzug, mit Hut und Krawatte: So konnte man Marla Glen auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein erleben. Das Publikum war von ihr begeistert. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Ein laues Lüftchen weht am Freitagabend durch die Sitzreihen der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein, und passend dazu erklingt swingender Soul. Reggaerhythmen verbreiten gute Laune zum Start des sommerlichen Konzertreigens auf Burg Wilhelmstein, und mit Marla Glen in Begleitung ihrer Band Humanology hat man für den ersten der zwölf Abende eine absolute Ausnahmekünstlerin verpflichtet.

Im Herrenanzug, mit Hut und Krawatte betritt die maskuline Sängerin die Bühne.

Mit ihrem 2011 erschienenen Album „Humanology“ ist „The Glen“, wie ihre Band sie nennt, zurück. Und sie ist besser als je zuvor, präsentiert sich gereift und witzig, spricht ihre Fans immer wieder an. „Hi, my name is Marla Glen!“ ruft sie als „running gag“ immer wieder schmunzelnd ins Publikum. Nein, vorstellen braucht sie sich hier nicht. Mal geht es ruhiger, mal rockiger zu. Glen vereinigt Elemente aus Blues, Soul, Jazz, Rock ’n’ Roll und afrikanischer Ethno-Musik und dominiert alles mit ihrer rauchigen Stimme.

Stimmungsvolle Szenerie

Nach Sonnenuntergang untermalt das Scheinwerferlicht dazu passend die stimmungsvolle Szenerie auf der Burg. Im Publikum sitzen Jung und Alt, in der Tradition der Freilichtbühne oftmals mit Picknick-Korb und swingen entspannt im Takt der Musik.

Die 1960 in Chicago geborene Sängerin eroberte den europäischen Musikmarkt mit ihrem Album „This Is Marla Glen“ im Jahre 1993. Seit 1998 lebt sie in Deutschland. Ihre großen Hits, die auch Fernseh- und Kino-Werbung untermalten, zünden bis heute: „Believer“ von 1995, und ihre im Jahr 2000 erschienene Coverversion des berühmten James-Brown-Erfolges „It’s a Man’s World“ rufen auch auf Burg Wilhelmstein großen Jubel hervor.

Die bewegende tiefe, schwarze Stimme der amerikanischen Sängerin, ihr cooles und androgynes Auftreten kommen super an. Immer wieder greift sie selbst zu Gitarre und Mundharmonika. Und ihre Band Humanology mit sieben Musikern und Backgroundsängern ergänzt die stimmliche Leistung der Protagonistin hervorragend.

Zwei Stunden ohne Pause scheinen zu verfliegen, ebenso wie das angekündigte Gewitter. Ein perfekter Abend, so dass nicht nur Marla Glen nach der letzten Zugabe mit einem Grinsen im Gesicht zum Abschied winkt.

Toll kommt an, dass die Sängerin immer wieder Autogramme schreibt und – während sie singt – an ihre Fans verteilt. Sogar zu einem munteren Tänzchen mit einem weiblichen Fan lässt sie sich auffordern und verlässt dafür gerne die Bühne. Keine Frage – Marla Glen ist ein echter „Weltstar zum Anfassen“. Noch bis 29. August dauert der Konzertsommer auf Burg Wilhelmstein.

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