Ein hohes Lied auf Simon & Garfunkel gefeiert

Von: Thorsten Karbach
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Zu Gast in St. Pius X. in Würselen mit Songs von Simon & Garfunkel: Jan Plewka. Foto: S. Schaum

Würselen. Schwarz gewandet, feierlich blickend, ein Buch wie die Bibel – wie fünf Priester schlugen Jan Plewka und seine vier Instrumentalisten in der Würselener Kirche St. Pius X. stimmungsvolle Seiten auf – und stimmten fast zwei Stunden mit eindrucksvollem Musiktheater das hohe Lied auf Simon & Garfunkel an.

Es ist nicht das erste Mal, dass Plewka, sonst Sänger der Band Selig („Ohne Dich“), mit ungewöhnlichen Auftritten aufhorchen lässt. Er war auch schon als Papageno in Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ unterwegs. Mehr als 150 Mal stand er mit seinem Rio-Reiser-Abend auf der Bühne – auch an Ort und Stelle in Würselen. Schon vor einem Jahr zählte er – wie am Freitagabend – damit zu den Höhepunkten des Kulturfestivals der Städteregion.

In Hamburg hatte „Sound Of Silence“, so ist die Hommage an Art Garfunkel und Paul Simon überschrieben, vor Wochen eine umjubelte Premiere gefeiert, auch die Städteregion und die Stadt Recklinghausen waren an der rockigen Produktion beteiligt. Regie führte wie schon beim Rio-Reise-Abend Tom Stromberg. Das Resultat? Ein Erlebnis!

Der erste Rhythmus fünf rauchender Musiker kommt von zischenden Feuerzeugen, der erste Song, das herrliche „The Boxer“, und der erste Eindruck ist unmissverständlich: Plewka, Gitarrist Marco Schmedtje, Bassist Dirk Ritz, Schlagzeuger und Geiger Martin Engelbach und Keyboarder und Akkordeonspieler Leo Schmidt-hals brennen auf diesen Auftritt – dabei war Schmedtje auf der Anreise von Hamburg der Koffer im Zug gestohlen worden und Schmidthals (eigentlich Selig) kurzfristig eingesprungen, weil Lieven Brunckhorst ausfiel.

Es war das legendäre Central-Park-Konzert von Simon & Garfunkel vor mehr als 500.000 Zuschauern, das Plewka und Stromberg zu dieser Produktion inspiriert hat. Rund 400 Zuhörer (ausverkauft) spüren die Begeisterung des Sängers.

Auch wenn es neben Lesung, Interview-Einspielern, Filmausschnitten, dem Gastauftritt der Zuschauerin Paula mit „Bridge Over Troubled Water“ und einer kleinen Zaubershow viele heitere Momente gibt – der Respekt der fünf Musiker gegenüber dem Schaffen Simons und Garfunkels schwingt immer mit. Und das ist auch gut so. „Mrs. Robinson“, „Cecilia“, „The Sound Of Silence” und viele andere Songs finden so eine verdiente Würdigung. Halleluja! Was für ein Abend.

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