Drohendes Aus für Opern-Ehe: Keine Lösung in Sicht

Von: dpa
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Auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Die Bühne der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Foto: dpa

Düsseldorf/Duisburg. Drei Wochen vor der Entscheidung über die Zukunft der Rheinoper ist keine Lösung für die Rettung der traditionsreichen Operngemeinschaft zwischen Düsseldorf und Duisburg in Sicht. Die Kulturausschüsse beider Städte suchten am Dienstag in Duisburg gemeinsam vergeblich nach Auswegen aus der Finanzkrise.

Ein gemeinsam geplanter Appell beider Stadtgremien für den Erhalt der Opernehe scheiterte am Streit zwischen den Duisburger Fraktionen.

Das hoch verschuldete Duisburg will die seit 1956 bestehende Operngemeinschaft mit Düsseldorf 2014 kündigen und dadurch jährlich sieben Millionen Euro einsparen. Damit wäre auch ein alleiniger Weiterbetrieb durch Düsseldorf schwierig.

Unterdessen schwillt die öffentliche Unterstützungswelle für die Rettung der schon Jahrzehnte bestehenden Opernehe an. Innerhalb von fünf Wochen hätten mehr als 42 000 Menschen die Petition für den Erhalt der Gemeinschaft unterschrieben, teilte die Oper Düsseldorf mit. Täglich kämen rund 1000 Unterstützer hinzu.

Duisburg muss bis 2021 pro Jahr 80 Millionen Euro sparen. Andernfalls bekäme die Stadt einen Sparkommissar vorgesetzt. Düsseldorf trägt rund 24 Millionen Euro des Etats der Rheinoper, Duisburg 11 Millionen Euro. Am 25. Juni entscheidet der Duisburger Stadtrat über den Haushaltssicherungsplan. Mit dem Ausstieg aus der Operngemeinschaft will die Verwaltung pro Jahr sieben Millionen Euro sparen und den Restbetrag von vier Millionen Euro in den Kulturhaushalt stellen.

Der Geschäftsführer der Deutschen Oper am Rhein, Jochen Grote, warnte, diese Rechnung werde nicht aufgehen. Der Alleinbetrieb des Duisburger Theater könne nicht aufrechterhalten werden. Nach Ansicht der Duisburger Grünen würde ein Ausstieg aus der Opernehe einen kulturellen Kahlschlag für die gesamte Duisburger Kultur bedeuten. Allein die Beschäftigungsgarantie für die Duisburger Opernmitarbeiter verschlinge Millionen.

Der Düsseldorfer Stadtrat hatte sich bereits für den Fortbestand der langjährigen Opernkooperation ausgesprochen. Allerdings wollen die Düsseldorfer Politiker notfalls auch mit anderen Städten über Partnerschaften reden. Der Deutsche Bühnenverein hatte vor negativen und kostspieligen Folgen einer Zerschlagung der Operngemeinschaft gewarnt.

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