Köln - Doppelt gesungen hält besser: Xavier Naidoo und Söhne Mannheims in Köln

Doppelt gesungen hält besser: Xavier Naidoo und Söhne Mannheims in Köln

Von: Susanne Schramm
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Alles schwelgt, wenn der Meister singt: Xavier Naidoo, der Sohn Mannheims, in der Kölner Arena. Foto: Thomas Brill

Köln. Für einen Bibelforscher wäre es das schiere Frohlocken gewesen. Denn die Texte von Xavier Naidoo strotzen nur so von Begriffen aus dem Buch der Bücher. Da ist die Rede von Segen und Seele, von Leben und Licht, vom Weg und dem Wagnis, optimistisch in die Zukunft zu sehen.

Dass Naidoo bekennender Christ ist, ist nichts Neues, aber der, der einst vom Feuilleton als „Hitparaden-Jesus”, „Himmels-Stürmer” und „Pop-Prediger” verspottet wurde, hat dazu gelernt. Er predigt immer noch, aber wesentlich weniger ostentativ als noch vor drei Jahren.

Davon konnten sich insgesamt rund 20.000 Fans überzeugen, die den 38-jährigen Sohn Mannheims an zwei Abenden in der Kölner Lanxess-Arena erlebten - zunächst solo (mit Unterstützung von zehn vorzüglichen Musikern und den Gästen Cassandra Steen und Daniel Stoyanov), dann mit seinen Brüdern.

Wobei das erste Konzert das bemerkenswertere war - das Datum, der 11.11., ist in der rheinischen Narrenhochburg ein ganz besonderes. Das war auch dem bibelfesten Barden klar: „Der Sänger mit den traurigsten Liedern kommt in die lustigste Stadt Deutschlands - und steht nicht alleine da! Danke!”

Naidoo beließ es nicht bei diesem Lippenbekenntnis, sondern bewies seine Dankbarkeit mit einem Konzert der Extraklasse. Über Stunden bei glasklarer Akustik ließen kaum Wünsche offen. Der blendend gelaunte und stimmlich bis in die höchsten Höhen überzeugende Frontmann fuhr alles auf, was ein Mannheimer im Herzen braucht: „Wo willst du hin?”, „Bist du am Leben interessiert?”, „20.000 Meilen” und, als frenetisch umjubelte Zugabe, „Dieser Weg”. Da stand die Arena, bis hin zu den obersten Sitzplatz-Rängen, schon längst.

Alles schwelgte und schmolz dahin, und der Chorgesang des Publikums erreichte hymnische Höhen. Nur beten ist schöner.

Am 19. und 20. November sind die Mannheimer noch in der Arena Oberhausen zu erleben.
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