Diese Frau kann einfach alles: Helene Fischer und 15.000 Fans

Von: Bernd Schuknecht
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Zweieinhalb Stunden dauerte ihre Show in der Kölner Lanxess-Arena: Helene Fischer. Ob Musical, Schlager oder Crossover-Songs: Die 30-jährige Deutsch-Russin beherrscht alle Disziplinen. Foto: Thomas Brill

Köln. „Keiner ist fehlerfrei“ singt Helene Fischer in dem Lied „Fehlerfrei“, doch mit ihrem Plädoyer für mehr Träumerei und weniger Perfektionismus kann Deutschlands aktuell erfolgreichste Schlagersängerin unmöglich sich selbst gemeint haben.

Vor 15.000 Fans beim ersten ihrer zwei ausverkauften Konzerte in der Kölner Lanxess Arena präsentiert sich die 30-jährige Deutsch-Russin und Silbereisen-Freundin als Show-Multitalent, das sich mit einem charmanten Lächeln einfach alles zutraut, und mit einem atemberaubenden Aufwand letztlich auch umsetzt.

Eine inklusive Chor und Streichquartett 16-köpfige Begleitband stärkt ihr musikalisch den Rücken, mit bis zu zwölf Tänzerinnen und Tänzern wirbelt sie leichtfüßig über die Bühne im Zauberwald-Design, und schließlich hebt sie auf dem Rücken eines gigantischen Paradiesvogels ab, um über den Köpfen der staunenden, und das Spektakel mit ihren Handys festhaltenden Fischer-Anhängerschaft zu schweben.

Fischer schafft etwas absolut Neues, denn 20-Jährige wie 80-Jährige himmeln gleichermaßen die attraktive Blondine an, können ihre Lieder auswendig.

Auf zur wilden Rock-Party

Sie revanchiert sich mit einem Repertoire, das keine Wünsche des Mainstreams vernachlässigt. Neben eigenen „Farbenspiel“-Songs wie „In diesen Nächten“, in denen sie zugleich weibliche Anlehnungsbedürftigkeit wie das Bild der selbstbewussten Powerfrau darstellt, gibt es vor dem Hintergrund Antonio Vivaldis so beliebte Klassik-Pop-Duelle zwischen Geige und Gitarre, dann, in knallengen Lederjeans und Kiss-T-Shirt, geht‘s zur wilden Rock-Party, unter anderem mit Van Halens „Jump“ und „Purple Rain“ von Prince.

Dass die stimmlich beeindruckende Helene Fischer auch in der Musical-Sparte nicht im Trüben fischt, beweist sie mit ihrer Fassung von „Let It Go“ aus der Disney-Produktion „Die Eiskönigin“. Was auch immer auf dem Grabbeltisch deutscher Show-Unterhaltung verkauft wird, Helene Fischer hat es im Angebot.

Schon länger erstrecken sich ihre Sympathieträger-Talente auch auf die Werbung, und so findet sie selbstverständlich auch noch Zeit darauf hinzuweisen, dass eine deutsche Parfümhaus-Kette jetzt auch einen Helene-Fischer-Duft vermarktet.

Das Geheimnis ihres Erfolgs ist simpel: Sie kann einfach alles. Auf jeden Fall gibt sie alles. Nach der zweieinhalbstündigen Show – eine halbe Stunde Pause hat sie sich gegönnt – dürfen natürlich Zugaben nicht fehlen. Danach ist auch eine Helene Fischer, ebenso wie das entfesselt mitsingende Publikum, ziemlich atemlos.

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