Köln - Die Songs schießen wie Pfeile mitten ins Herz

Die Songs schießen wie Pfeile mitten ins Herz

Von: Susanne Schramm
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Nach der Tour macht er alleine weiter: Mick Hucknall von Simply Red. Foto: Thomas Brill

Köln. Es gibt Konzerte, die sind so sicher wie Fort Knox. Konzerte mit Simply Red gehören definitiv dazu. Wenn Rotschopf Mick Hucknall (48) und seine Band in der Lanxess-Arena auftreten, dann kann man man sich darauf verlassen, dass der Ticketverkauf die 10.000er-Marke locker hinter sich lässt, dass jede einzelne der VIP-Lounges besetzt ist, und dass es gute 90 Minuten ein ebenso souveränes wie souliges Programm gibt.

Sicher, für Überraschungen ist die 1984 gegründete Band, zumindest in den letzten Jahren, nicht gerade gut, aber, die, die sich für 65 Euro (aufwärts) einen der besseren Plätze gesichert haben, bekommen dafür das wohlige Gefühl, einen rundum gelungenen Abend erlebt zu haben. Fast.

Dass Mister Hucknall in Köln vollmundig Hamburg begrüßt, ist ein Fehler, der dem karottenhaarigen Perfektionisten aus Manchester (England) sichtlich peinlich ist. Und für den er sich auch prompt entschuldigt. Macht aber die One- Man-Show mit großartiger Band für Sekunden ein wenig irdischer. Simply Red feiern ein Vierteljahrhundert - und gleichzeitig ihre Selbstzerstörung: Nach der „Greatest Hits”-Tour 2009, löst sich die Band auf, und Hucknall macht als Solokünstler weiter.

Mit einer Stimme, die immer noch durch Authentizität, Intonationssicherheit und eruptiver Kraft überzeugt, braucht sich der Frontmann um das Fortbestehen seiner Karriere jedenfalls keine Sorgen zu machen. Das Erfolgsgeheimnis von Simply Red ist die Mischung. Stücke, die unmittelbar in die Beine gehen, wechseln sich mit solchen ab, die wie Pfeile mitten ins Herz geschossen werden.

Sie spielen sich von Erfolg zu Erfolg. Mit „Money´s Too Tight To Mention” (1985) erinnern sie an ihre Anfänge, sorgen mit „Come To My Aid” für ein megachorales Erlebnis und reizen die allgemeine Kuschel-Euphorie mit „Holding Back The Years” voll aus.
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