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Die Italienerin aus Buxtehude

Von: Grit Schorn
Letzte Aktualisierung:
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Glückliche Karl-Heinz-Walther-Preisträgerin: Leila Vallio. Erste Gratulanten im Aachener Grenzlandtheater waren Intendant Uwe Brandt (links) und Laudator Hans Kauhsen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Zierlich, zielstrebig und begabt ist die diesjährige Siegerin Leila Vallio im Wettbewerb junger Mimen – der Karl-Heinz-Walther Preis, der auf den 1994 verstorbenen Intendanten des Aachener Grenzlandtheaters zurückgeht, wird im Rahmen des Fördervereins von den Zuschauern selbst gewählt.

Dass der Nachwuchspreis überdies mit 2500 Euro dotiert ist, hat schon viele junge Theatertalente erfreut. Zu Tränen gerührt war Leila Vallio, Jahrgang 1983, die für ihre Leistung im Musical „Der Mann von La Mancha“ im Grenzlandtheater ausgezeichnet wurde.

In Italien geboren und in Buxtehude aufgewachsen ist die junge Frau, die sogar mit Kaminfeuer (aus dem Bühnenbild des Dramas „Ohne Gesicht“) begrüßt wurde. Bei der inzwischen 16. Preisverleihung hielt Hans Kauhsen, Vorsitzender des Fördervereins des Grenzlandtheaters e.V., die Laudatio auf die Preisträgerin.

Nicht nur Vereinsmitglieder durften abstimmen, auch Abonnenten. Also eine echte „Zuschauer-Wahl“, wie Kauhsen vermerkte. In „Der Mann von La Mancha“ spielte und sang die „Italienerin aus Buxtehude“ den starken Part von Dulcinea, Don Quijotes Angebeteter, die in Wahrheit aber die herumgestoßene Hure Aldonza ist.

Die gut ausgebildete Künstlerin (unter anderem an der Royal Academy in London) habe immer an sich gearbeitet und geglaubt. Inzwischen an vielen großen Häusern tätig, vermisst die mädchenhafte Frau das kleine Grenzlandtheater und „das tolle Team hier in allen Bereichen“. Von Intendant Uwe Brandt kontaktiert wurde sie als sie sich auf hoher See auf dem Kreuzschiff „Aida“ befand – und sofort verpflichtet für die Rolle der Aldonza.

Mit einem starken Lied begeisterte die junge Frau erneut das Publikum. Inzwischen hat sie in Irland geheiratet und freut sich auf weitere große Rollen. Nach Aachen komme sie aber immer gerne wieder. Am liebsten schon bald, hofft das Publikum.

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