Die Botschaft: Toleranz und Liebe

Von: Susanne Schramm
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Voller Temperament und Power: Queen Esther Marrow gastierte mit The Harlem Gospel Singers auf ihrer „Bring it on!”-Tour im Musical Dome in Köln. Foto: Thomas Brill

Köln. Dieses Medikament gibt es nicht auf Rezept. Man kann es in keiner Apotheke kaufen, und es ist nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums erhältlich. Wobei Letzteres sehr schade ist. Denn eine Überdosierung kann man grundsätzlich ausschließen. Wer Queen Esther Marrow und ihre Harlem Gospel Singers einmal live erlebt hat, möchte mehr davon.

Jedes Jahr, immer um Weihnachten und Silvester herum, gehen der Chor aus Harlem, New York, und seine Prinzipalin auf Tournee durch Europa. Und jedes Jahr machen sie auch Station in Köln. Sonntag erlebte ein hingerissenes Publikum die NRW-Premiere des neuen Programms „Bring it on!“ im Musical Dome.

Dort verbreiten die Gospel-Königin und ihre „Babies“, wie die 73-Jährige ihre Sänger und Musiker liebevoll nennt, über zwei Stunden (mit Pause) Zuversicht. Wer ihnen zuhört, fühlt sich hinterher auf wundersame Weise gestärkt, erfrischt und getröstet. Ihre Botschaft ist ebenso simpel wie machtvoll. Glaube, Liebe und Hoffnung sind deren Grundpfeiler. Wobei es nicht, wie der Zusatz „Gospel“ im Namen des Chors vermuten lassen könnte, um Kirche oder Religion geht. Das, was hier vermittelt wird, ist pure Menschlichkeit, der Aufruf zu Toleranz, die Bitte einander beizustehen, sich die Hände zu reichen und zu berühren: „Reach out and touch!“

Das tatsächliche Händeschütteln mit den Gästen aus New York gestaltet sich zwar aufgrund des Orchestergrabens im Musical Dome, der ansonsten als Opernspielstätte dient, schwierig, aber das ist auch der einzige Minuspunkt, den man diesem sonst durchweg beglückenden Abend anlasten könnte. Mit Blues ( „You Are So Beautiful“, das Queen Esther dem kürzlich verstorbenen Joe Cocker widmet), Soul, Rock, Spirituals und klassischen Gospel-Songs stimmt die Mischung zwischen Moderne und Tradition. Am Freitag, 2. Januar, und am Samstag, 3. Januar, jeweils um 20 Uhr, kehren Queen Esther Marrow‘s The Harlem Gospel Singers für zwei Konzerte zurück nach Köln. Dann aber in die Philharmonie. Dort stört dann auch kein Orchestergraben mehr.

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