Der „deutsche Elvis Presley“ begeistert noch immer

Von: Nina Krüsmann
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Die Hüften wackeln wie ehedem: Peter Kraus mit 76 im Aachener Eurogress. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Es freut mich, dass ich da bin!“, meint der große Entertainer verschmitzt, als er die Bühne betritt. Und sein Hüftschwung zündet noch immer: Peter Kraus hat es einfach drauf, sein Publikum mitzureißen. Nur zwei Tage nach seinem 76. Geburtstag sorgte er für einen vollen Europasaal im Eurogress Aachen.

Nach rund 60 Jahren im Showgeschäft weiß der Sänger, Schauspieler und Entertainer, was sein Publikum von ihm erwartet. Sein Programm unter dem Titel „Das Beste kommt zum Schluss“ ist eine gefällige Mixtur aus den ewigen Erfolgen des „König des Rock ‘n‘ Roll“ und seinen modernen Interpretationen aktueller Chart-stürmer. „Er ist der Mann, der sieben Päpste, acht Kanzler und 17 Fußball-Weltmeisterschaften er- und überlebt hat“, wurde Kraus zuvor aus dem Off anmoderiert.

Nicht etwa die elektronische Trickkiste, sondern echte Live-Musik gibt es von Peter Kraus und seiner großen Entourage aus Chor und Band. Als „deutscher Elvis Presley“ wird er gerne bezeichnet, und so nehmen die Klassiker von „Schmalzlocke“ wie „Love me tender“ einen wichtigen Teil der Show ein. Am Ende dieses Blocks heißt es „Viva Elvis Presley!“. „Es ist wunderbar, die alten Hits zu singen. Es macht mich glücklich, damit zu begeistern“, betont Kraus.

„Wenn Teenager träumen“, „Alle Mädchen wollen küssen“ oder das Lied von der „Hula-Liebe“ bringen die vielen langjährigen Anhänger zum Strahlen. Natürlich darf auch die Nummer vom „Tiger“ nicht fehlen. Versuchte Kraus anfangs noch, sie in der Senioren-Version zu bringen, forderten die Fans der ersten Stunde mehr. Dann fetzte Kraus los und meinte schmunzelnd: „Noch immer fliegen bei diesem Lied die Slips, doch heute sind sie ein wenig größer“. Der für ihn so typische Schuss Ironie macht den Entertainer sympathisch.

Mit seinen Fifties-Versionen von aktuellen deutschen Liedern wie „Hamma!“, „Nur noch kurz die Welt retten“ oder „Applaus, Applaus“ überraschte Kraus im vergangenen Jahr und erreichte damit auch die jüngere Zielgruppe. Das Album „Zeitensprung“ avancierte zum Renner, kommt gut an bei Alt und Jung. Auch im Eurogress singen viele jüngere Leute begeistert mit. Spätestens bei „Sugar, sugar, baby“, das sich der Altmeister gekonnt fürs Finale aufgespart hat, flippen alle aus.

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