Der Anfang vom Ende: Tote Hosen in Düsseldorf

Von: dpa
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Die Toten Hosen
Der Sänger Campino, Frontmann der Band Toten Hosen, springt im ISS Dome in Düsseldorf auf der Bühne. Die Punkrocker spielen ihre traditionellen Weihnachtskonzerte in ihrer Heimatstadt. Foto: dpa

Düsseldorf. Nach 15 Monaten und rund 100 Auftritten haben die Toten Hosen in Düsseldorf am Samstagabend den Abschluss ihrer bislang erfolgreichsten Tournee eingeläutet.

Dem gefeierten Auftritt im ausverkauften „Dome” vor fast 12 000 Zuschauern folgen noch fünf ebenfalls ausverkaufte Zusatzkonzerte. Insgesamt werden 70.000 Fans mit der Band wenig besinnliche Weihnachten in Düsseldorf feiern. Die gesamte „Machmalauter”-Tournee wird dann von 800.000 Zuschauern gesehen worden sein.

„Es ist schon etwas ganz Besonderes, wieder hier zu sein”, sagte Sänger Campino (47) vor heimischem Publikum und begrüßte die Fußballspieler von Fortuna Düsseldorf und die Eishockey-Mannschaft der DEG Metro Stars. Mit verwegenen Interpretationen bekannter Weihnachtslieder brachten die Punkrocker nach ihrer Rückkehr aus Lateinamerika sich und die Zuschauer in eine ganz besondere Adventsstimmung.

Die lautstarken Weihnachtsfeiern der „Hosen” in ihrer Heimatstadt haben jahrzehntelange Tradition als große Gaudi: Mal ließ die Band über 100 Christbäume verkehrtrum über den Köpfen der Fans baumeln, mal schwebten die Punkrocker als Weihnachtsmänner mit einer ohrenbetäubenden „Stillen Nacht” vom Hallendach auf ihr Publikum nieder.

Fangesänge, Fahnenmeer, alte Freunde - bei dem von der Band beschworenen Heimspiel-Ritual werden die sportlichen Höchstleistungen nicht mehr auf der Bühne, sondern davor beim Pogo-Tanzen vom Publikum vollbracht.

Aber auch eine langjährige Feindschaft wird weiter liebevoll gepflegt: Was sei schon die Schweinegrippe gegen eine viel gefährlichere Seuche - den FC Bayern München, fragt der Frontmann die johlende Anhängerschaft.

Seit 27 Jahren existiert das Phänomen „Die Toten Hosen”. Keine andere Band tourte in den vergangenen Monaten derart fleissig durch den deutschsprachigen Raum. Dafür werde es nun zwei Jahre lang für die Arbeit an einem neuen Studio-Album recht ruhig werden um die Band, hatte Campino angekündigt.

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