Deine Lakaien: Eindrucksvolle Eröffnung des Kulturfestivals

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
Deine Lakaien
Deine Lakaien eröffneten eindrucksvoll das Kulturfestival der Städteregion. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn Alexander Veljanov schwarzgekleidet so da steht, dann strahlt er etwas Geheimnisvolles aus. Etwas Magisches und zugleich auch Unnahbares. Den Rücken dem Publikum zugewandt und die langen schwarzen Haare zu einem Zopf gebunden, dreht er sich mit den ersten Klängen des Pianos um und singt. Berührend, mit starker Stimme.

Gemeinsam mit Ernst Horn tritt Veljanov nun schon seit gut 25 Jahren als Deine Lakaien auf. Im Rahmen des Kulturfestivals der Städteregion präsentierte das Duo in der Aachener Citykirche St. Nikolaus sein aktuelles Akustikprogramm.

Ein schwarzer Flügel und ein Stuhl auf der Bühne, dazu die hohen Kirchenfenster: die Atmosphäre ist sehr besonders. Das Publikum erwartet eine Mischung aus Dark-Wave, leichten Electro-Ansätzen, zarten Klavierballaden und Ansätzen der Avantgarde. Denn ein wesentliches Merkmal von Deine Lakaien ist die große stilistische Vielfalt.

Ihre überwiegend englischsprachigen Songs sind gefühlvoll. In dem ausverkauften Schiff der Citykirche sorgt das Echo der Musik, das durch den Raum schallt, für echte Gänsehaut. Schroff, aber gleichzeitig tiefgründig: Die Mischung der melodischen Gothicband bewegt alle Altersstufen.

Jenseits des typischen Mainstreams zeigen Deine Lakaien, dass es für den großen Auftritt keiner fulminanten Bühne bedarf. Unter ihren Liedern sind altbekannte wie „What have you done to the Game“ über „In my Garden“ oder „Fish called Prince“, aber auch neu komponierte Lieder. Und zwischendurch wird immer wieder mit dem Publikum agiert.

Horn, der den Flügel mit schnellen und wilden Solonummern fast zum Beben bringt, muss auf einmal abrupt abbrechen. Lachend sagt er: „Die leere Mineralfalsche funktioniert nicht“ – und versucht es mit Butterbrotpapier, das er zwischen die Saiten des Flügels platziert. Benutztes Butterbrotpapier, wohl gemerkt. Der Klang muss eben stimmen.

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