Daniel Buren schafft Kunstwerk für Synagoge

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Synagoge Stommeln
Der französische Streifenkünstler Daniel Buren hat für das internationale Kunstprojekt Synagoge Stommeln in Pulheim bei Köln eine eindrucksvolle Spiegelinstallation geschaffen. Foto: dpa

Pulheim. Kunst überwindet schwierige Grenzen: Der französische „Streifenkünstler” Daniel Buren hat für das internationale Kunstprojekt „Synagoge Stommeln” in Pulheim bei Köln eine eindrucksvolle Spiegelinstallation geschaffen. Die Arbeit mit dem Titel „Multiplikationen” ist seit Sonntag bis zum 19. Dezember in der ehemaligen Dorfsynagoge zu sehen.

Der 72-jährige Buren hat zwei gegenüberliegende Wände in dem kleinen, quadratischen Raum komplett mit Spiegeln verkleidet, so dass sich der Raum mit seinen hohen Fenstern, dem Toraschrein und der Frauenempore ins Unendliche zu vervielfachen scheint.

Zugleich hat Buren die rote Glasmalerei in den halbrunden Fenstern mit roter Folie ebenfalls gespiegelt, so dass vollendete Kreise entstehen. Auch auf sein „visuelles Werkzeug”, die immer exakt 8,7 Zentimeter breiten Streifen, hat der Künstler nicht verzichtet. Auf das braungemalte Band, das die sichtbar gebliebenen Wände teilt, klebte er weiße Streifen.

In der international bekannten Kunstreihe in der ehemaligen Dorfsynagoge Stommeln, die 1938 nicht von den Nazis niedergebrannt worden war, stellen seit fast 20 Jahren namhafte Künstler aus. Dazu gehören Richard Serra, Eduardo Chillida oder Rosemarie Trockel. Für weltweites Aufsehen hatte 2006 Santiago Sierra gesorgt, der Autoabgase in das ehemalige jüdische Gotteshaus leitete.
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