Aachen - Da darf sogar gejodelt werden: Salut Salon im Eurogress

Da darf sogar gejodelt werden: Salut Salon im Eurogress

Von: Thomas Beaujean
Letzte Aktualisierung:
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Perfekte Bühnenshow, technische Perfektion: die vier jungen Musikerinnen von Salut Salon in Aachen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Am Anfang war Geduld gefragt. Der Auftritt des Damen-Quartetts Salut Salon war kurzfristig vom Europa- in den kleineren Brüssel-Saal des Aachener Eurogress verlegt worden, und es dauerte 20 Minuten, bis alle Karteninhaber auf ihren Plätzen saßen. Dann aber ging es fulminant los.

Die vier jungen Damen, Angelika Bachmann und Iris Siegfried (Violine), Sonja Lena Schmid (Violoncello) und Anne-Monika von Twardowski (Klavier), führten mit einem pfiffigen Arrangement von Modest Mussorgkys Schauerouvertüre „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ eindrucksvoll in ihr Programm „Nacht des Schicksals“ ein.

Salut Salon, das ist ein Quartett von vier klassisch ausgebildeten jungen Musikerinnen, die Kammermusik einer ganz eigenen Art auf einem absolut professionellen Niveau bieten und diese zu einer perfekten Bühnenshow formen. Als Multitalente verbinden sie instrumentales Können, Arrangieren, Singen, Tanzen, witziges und anspruchsvolles Moderieren zu einer vergnüglichen und ausgesprochen flotten Performance, an der auch der Hörer seine helle Freude hat, der die Originale der Arrangements nicht kennt.

Dabei geht es nicht immer klassisch zu. Neben Arrangements von Orchester- und Solostücken gab es in Aachen ein höchst amüsantes Medley mit Titelmelodien aus verschiedenen TV-Sendungen, das unter anderem die Jodelfähigkeit der vier Damen demonstrierte. Das Publikum schlug sich vor Vergnügen auf die Schenkel, zumal das Quartett die Musik schauspielernd auf geradezu authentische Weise ergänzte. Ihre beachtlichen stimmlichen Fähigkeiten stellte Iris Siegfried mit einem autobiografischen „Verlier-Song“ unter Beweis, und was Anne-Monika von Twardowski pianistisch „drauf“ hat, das konnten die Hörer bei Franz Liszts Mephisto-Walzer bestaunen.

So pendelte das Programm zwischen Klassik, Folklore und Pop hin und her. Sogar Udo Lindenberg kam zu Wort. Was die vier Musikerinnen auch anpackten: Es hatte Esprit und Niveau und war obendrein von absoluter technischer Perfektion. Das Publikum ging begeistert mit.

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