Chorbiennale: Gesang wird zum völkerverbindenden Element

Von: Andreas Herkens
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Aachen. Die Vorbereitungen sind größtenteils gelaufen, die beteiligten Sängerinnen und Sänger proben seit Wochen und Monaten, die Vorfreude ist groß: Die vierte Internationale Chorbiennale in Aachen steht in den Startlöchern.

Am Sonntag geht es los. „Wir hoffen, dass die Begeisterung, die wir selber haben, auf das Publikum überspringt und die Menschen das dann mit nach Hause nehmen“, sagte Fritz ter Wey, Leiter des Jungen Chors Aachen, einem der – neben Carmina Mundi, Madrigalchor Aachen und Aachener Kammerchor – vier Initiativchören der Biennale, am Freitag bei einem Vorgespräch im Theater Aachen.

Bis zum Abschied am 14. Juni um 0.00 Uhr auf dem Markt steht die Stadt dann im Zeichen des vielfältigen Chorgesangs. Unter dem Obertitel „Mille voix“ – tausend Stimmen – bildet französische Chormusik die Klammer, ist aber doch nur ein Aspekt von vielen.

Auch Grenzen sollen überwunden werden – unter anderem durch die zehn Gastchöre. Zu denen zählen etwa der Frauenchor des Glier-Instituts für Musik in Kiew und das Vokalensemble Anima aus St. Petersburg. Gruppen aus der Ukraine und Russland also, die derzeit leider mit ganz anderen Dingen in den Schlagzeilen stehen. Da wird der Gesang zum völkerverbindenden Element. Bei solchen Begegnungen verschwinde die politische Ebene, meinte ter Wey. „Es gibt nichts Schöneres, als wenn Musik verbindet.“

Aus Amerika reist mit The Salt Lake Vocal Artists einer der laut ter Wey „besten Chöre der Welt“ zum Festival an, der viele wichtige Wettbewerbe gewonnen hat. „Es sind keine Profis, aber es ist ein absolut perfekter Sound.“ Sonntagabend tritt um 20 Uhr mit dem WDR Rundfunkchor Köln die weltbekannte Sopranistin Barbara Hendricks in der Kirche St. Jakob auf. Mit Trompeter und Komponist Markus Stockhausen ist am 10. Juni ein weiterer Prominenter mit dabei, wie Ansgar Menze, der künstlerische Produktionsleiter der Biennale, betonte.

Offiziell eröffnet wird das Festival mit einem Konzert des Aachener Kammerchors Carmina Mundi unter der Leitung von Harald Nickoll und dem von Galina Gorbatenko geleiteten Frauenchor aus Kiew am 2. Juni, um 20 Uhr in der Kirche St. Michael (Burtscheid). Ter Wey steuert mit seinem Jungen Chor und dem Modus novus Chor am 11. Juni um 20 Uhr in der Kirche Heilig Geist ein besonderes Werk bei: „Figure humaine“ von Francis Poulenc, in dem das Schlüsselwort liberté ist – Freiheit.

Am 13. Juni gibt es eine lange Chornacht auf sechs Bühnen. Sogenannte Satellitenkonzerte finden unter anderem in Monschau und Maastricht statt. Magazin

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