Brillantes Konzert zum Jubiläum: 20 Jahre Jugendsinfonieorchester Aachen

Von: Pedro Obiera
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Begeisternd: das Jubiläumskonzert des Jugendsinfonieorchesters Aachen im Theater. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es zeugt von einer enormen Anziehungskraft, wenn es gelingt, seit mittlerweile 20 Jahren Jahr für Jahr über 70 junge Musiker im Alter von zehn bis 20 für ein künstlerisch und zeitlich so anspruchsvolles Projekt zu gewinnen, wie es das Jugendsinfonieorchester Aachen mit seinem alljährlichen Konzert auf die Beine stellt.

Und die Programme haben es in sich. Das war bereits im Gründungsjahr so, erinnerte sich Jeremy Hulin im Rahmen des Jubiläumskonzerts im gut besuchten Theater Aachen.

Hulin, damals noch Kapellmeister am Theater Aachen, griff mit der Gründung eine Idee des Cellisten Walter Mengler auf, der bis heute mit großem Einsatz das Orchester mit Rat und Tat unterstützt. Damals ging es nicht unter Beethovens „Fünfter“. Jetzt stand als Hauptwerk Dvoáks nicht minder leichte Achte Sinfonie auf dem Programm, für die Hulin noch einmal den Taktstock schwang. Es zeigte sich, wie intensiv die Instrumentallehrer mit den jungen Leuten gearbeitet und wie fruchtbar sich die Unterstützung durch Mitglieder des Aachener Sinfonieorchesters ausgewirkt haben. Vom persönlichen Engagement der jungen Instrumentalisten ganz zu schweigen.

Hohe Anforderungen

An alle Instrumentengruppen stellt Dvoák hohe Anforderungen in Sachen filigraner Detailgenauigkeit sowie klanglicher Transparenz und Opulenz. Dass das Ergebnis auch in heiklen Bläser-Soli überzeugen konnte und dass sogar der spezifische Charme des Werks hörbar wurde, spricht für das Niveau, auf dem sich das Orchester bewegt.

Nach einem eleganten „Kaiserwalzer“ standen vor der Pause zwei Konzertstücke auf dem Programm. Der derzetige Leiter des Jugendsinfonieorchesters, Kapellmeister Mathis Groß, sekundierte mit seinen Musikern aufmerksam zwei Solisten mit in Aachen bestens bekannten Namen. Zunächst zeigte Matthias Botzet, der Sohn des aktuellen Domkapellmeisters und als Solo-Kontrabassist des Südwestdeutschen Kammerorchesters bereits fest im Profi-Lager verankert, dass man Gabriel Faurés Elegie op. 24 auf dem Kontrabass genauso kuschelweich spielen kann wie auf dem vorgesehenen Violoncello.

Anschließend gab Adeline Hulin, die Tochter des ehemaligen Aachener Kapellmeisters und frischgebackene Absolventin des Maastrichter Konservatoriums, eine beeindruckende Talentprobe mit einer rundum sauberen, anschlagstechnisch kultivierten und musikalisch sensibel erfassten Interpretation von Haydns Klavierkonzert in D-Dur Nr. 11.

Der Beifall des begeisterungsfähigen Publikums war mehr als verdient. Und nach der Dvoák-Symphonie bedankte man sich sogar mit Standing Ovations. Bis zum nächsten Auftritt im kommenden Jahr.

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