Köln - Bon Jovi in Köln: Sie können es immer noch

Bon Jovi in Köln: Sie können es immer noch

Von: Bernd Schuknecht
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Bon Jovi: Köln-Konzert vor ausverkaufter Halle. Foto: Thomas Brill

Köln. Mit einer Überraschung geht es los. Bon Jovi, seit 30 Jahren eine der erfolgreichsten US-Bands mit zahllosen eigenen Hits, eröffnet das Abschlusskonzert ihrer Deutschland Tour im nahezu ausverkauften Kölner RheinEnergie Stadion mit „Rockin All Over the World“. Der Status Quo-Klassiker, gepaart mit dem Strahlemann-Grinsen von Frontmann John Bongiovi, versetzen die gut 42.000 Fans unmittelbar in ausgelassene Partystimmung.

Der Zweck heiligt die Mittel, so könnte vermutet werden, zumal die World Tour unter dem Titel „Because We Can“ läuft. Insofern muss sich auch der 51-jährige Bongiovi nicht rechtfertigen, welcher künstlerische Sinn in dem Gigantismus von Stadionrock mit seinen immensen Bühnenaufbauten, in diesem Fall eine 40 Meter breite Nachbildung von der Front eines 59er Buick Electra, liegen könnte.

Show geht weiter

„Because We Can“, und zwar auch ohne Gitarrist Richie Sambora, der sich aus Gründen, über die nur spekuliert wird, im April von der Band getrennt hat. Während sich niemand die Stones ohne Keith Richards vorstellen kann (oder will), füllt Phil X Samboras Rolle musikalisch fehlerfrei aus. Die Show muss weitergehen, zwischenmenschliche Integrität ist etwas für gestrige Idealisten.

Von „Raise Your Hands“, der rockenden Variante von „Die Hände zum Himmel“, über das hymnische „It‘s my Life“ sowie das beschwörende „Keep the Faith“ bis hin zum besinnlichen „Amen“ reicht das Spektrum von perfekt inszenierten Pop-Rock, der die Fans regelmäßig in stürmische Begeisterung ausbrechen lässt. Besonders viel Spaß scheint John Bon Jovi bei „Who Says You Cant Go Home“ zu haben, das er mit einer blendend aufgelegten Christina Stürmer in einem temperamentvollen Duett singt. Nach rund zweieinhalb Stunden beendet frenetischer Applaus das Spektakel, bei dem Bon Jovi bewiesen haben, dass sie es eben können.

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