Köln - Beier bleibt bis 2012/13 in Köln: Kein Generalintendant

Beier bleibt bis 2012/13 in Köln: Kein Generalintendant

Von: dpa
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Die Kölner Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier wechselt 2013 ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Der Aufsichtsrat in der Hansestadt hat am Mittwoch beschlossen, sie von Beginn der Spielzeit 2013/2014 an mit der künstlerischen Leitung des Hauses zu beauftragen. Foto: Jörg Carstensen

Köln. Die Stadt Köln hat sich mit der Schauspielintendantin Karin Beier über deren weitere Tätigkeit vor ihrem Wechsel nach Hamburg geeinigt. Gleichzeitig hat die Stadt ihre erst am Vortag veröffentlichten Pläne für die Einsetzung eines Generalintendanten fallen gelassen.

Wie die Stadt am Mittwochabend mitteilte, wird Beier das Schauspiel „auf alle Fälle” auch in der Spielzeit 2012/13 leiten. Möglicherweise werde sie trotz der Verpflichtung in Hamburg auch für die Spielzeit 2013/14 ganz oder teilweise zur Verfügung stehen. „Hierüber soll zu einem späteren Zeitpunkt einvernehmlich entschieden werden”, hieß es in der Mitteilung. Zuvor hatte Beier mit Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) und Kulturdezernent Prof. Georg Quander über ihre Zukunft gesprochen.

„Damit sind Überlegungen für eine Generalintendanz bei den Bühnen Köln für die Zeit des Interims nicht zu verwirklichen”, hieß es weiter. Interim bezeichnet die dreijährige Dauer der Sanierung von Oper und Schauspiel Köln ab 2012. Beier habe in diesem Zusammenhang noch einmal betont, wie wichtig ihr die künstlerische Autonomie des Schauspiels sei, berichtete die Stadt. Gleichzeitig sei sie aber bereit, „konstruktiv an Lösungen für die schwierige Zeit des Interims mitzuwirken”. Beier übernimmt die Leitung des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Ihr Vertrag in Köln läuft noch bis 2014.

In einer Mitteilung des Schauspielhauses war von einem „ausführlichen und konstruktiven” Gespräch Beiers mit Roters und Quander die Rede. „Ich konnte darlegen, warum ich eine Generalintendanz, in welcher Besetzung auch immer, für grundsätzlich falsch halte”, sagte Beier laut der Mitteilung. „Das Schauspiel braucht eine starke Person, die sich mit ihrer ganzen Kraft für seine Belange einsetzt.”

Erst am Dienstag hatte die Stadt mitgeteilt, dass Kölns Opernchef Uwe Eric Laufenberg nach Beiers Wechsel nach Hamburg auch das Schauspiel übernehmen soll. Als Startzeitpunkt war von 2012 die Rede gewesen. Wie Laufenberg zu der nun erfolgten Absage der Generalintendanz-Pläne steht, wurde zunächst nicht bekannt. Am Mittwoch war er nach Angaben der Stadt auf einer Dienstreise.

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