Art Cologne 2010 mit Picasso und Uecker

Von: dpa
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Köln. Der Kunsthandel malt trotz wirtschaftlicher Probleme infolge der Finanzkrise nicht schwarz: Das von so manchem prognostizierte Galerie-Sterben sei ausgeblieben.

Auf Sammlerseite sei eine Ausrichtung auf sichere Werte zu beobachten, es würden also vor allem die meist hochpreisigen Werke der klassischen Moderne gekauft, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Galerien und Editionen (BVDG), Klaus Gerrit Friese, am Dienstag zur bevorstehenden internationalen Kunstmesse Art Cologne.

Bei dem 44. Internationalen Kunstmarkt Art Cologne in Köln werden von diesem Mittwoch an Werke der klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst gezeigt - Skulpturen, Gemälde, Arbeiten auf Papier, Fotografien oder Videos. Das teuerste Kunstwerk ist die „Sitzende junge Frau” von Edvard Munch (1916). Es sei von den Nationalsozialisten als „entartete Kunst” beschlagnahmt worden und werde nun auf der fünftägigen Schau für 9,5 Millionen Euro angeboten, sagte Art-Cologne-Direktor Daniel Hug.

Fast 200 Galeristen aus 23 Ländern sind bei der Art Cologne 2010 vertreten: Experimentierfreudige Jung-Galeristen neben Kunsthändlern mit langer Tradition, unbekanntere Nachwuchs-Talente neben renommierten Künstlern. Kunstliebhaber können Schätze wie Ernst Ludwig Kirchners „Harem” von 1922 erstehen, für das eine Schweizer Galerie allerdings knapp 3,4 Millionen Euro verlangt.

Zu den Highlights gehören auch Werke von Pablo Picasso, Gustav Klimt, Egon Schiele, Max Pechstein, Erich Heckel, Oskar Kokoschka oder dem Pop-Art-Künstler Andy Warhol. Unter den Zeitgenossen ragen Günther Uecker oder Neo Rauch heraus.

Die Art Cologne als älteste Kunstmesse der Welt habe die Stürme der vergangenen Jahrzehnte am Kunstmarkt bestens überstanden, sagte Friese. Gemeinsam mit der Art Basel gehöre sie zur absoluten Spitze und sei gut aufgestellt für die Zukunft. 2009 hatte die unter Konkurrenzdruck geratene Art Cologne eine Rundum-Erneuerung gewagt. 2010 sei sie erneut optimiert worden, meint Hug.

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