Aachen - Amadèo: Intimität und Leichtigkeit zum Abschluss

Amadèo: Intimität und Leichtigkeit zum Abschluss

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Das Publikum bescheinigt den Künstlern und Machern des Amadèo-Kammermusikfestivals neben aller musikalischer Brillanz vor allem eins: Intimität.

Auch beim Abschlusskonzert der neunten Auflage im fast ausverkauften Ballsaal des Alten Kurhauses in Aachen entwickelte sich schnell die Atmosphäre eines Hauskonzertes: Die Musiker sind von dem gemeinsamen Musizieren ebenso angetan wie die Zuhörer, man umarmt sich, freut sich, ist ganz beieinander.

Der musikalischen Qualität tut diese Stimmung keinen Abbruch. Die neun Instrumentalisten - während des Festivals spielten auch schon mal 14 miteinander - präsentierten ein Konzertprogramm auf höchstem Niveau und mit einer Zugeneigtheit, die selten in Konzertsälen zu spüren ist. Bei Haydns Konzert für Klavier, Violine und Streicher in F-Dur hatte Eszter Haffner den Part der Solo-Violine, Andreas Frölich den des Klaviers übernommen. Sie begeisterten mit Frische und Tempo. Die Begleitung durch Stephan Picard und Friedemann Eichhorn (Violine), Alexia Eichhorn (Viola) und H.C. Schweiker (Cello) gestaltete sich angenehm zurückhaltend.

Beethovens Trio B-Dur übernahmen Frölich am Flügel, Friedemann Eichhorn an der Violine und Peter Hörr am Cello. Das Werk erfordert vor allem ein perfektes Zusammenspiel, das die drei Musiker mit spielerischer Leichtigkeit erreichten. Bei Brahms Streichquintett op. 111 fallen vor allem die tiefen Streicher-Partien auf: Massimo Paris (Viola) und Ramon Jaffé (Cello) übernahmen diese mit fast südamerikanischer Leidenschaft. Zusammen mit Eszter Haffner, Alexia und Friedemann Eichhorn sorgten sie für einen gefeierten Abschluss des Festivals.

Die musikalische Qualität und auch die private Stimmung stehen also außer Frage. Dennoch ist Festival-Intendant Werner Janssen nicht ganz zufrieden: „Durch den Ferienbeginn und andere hochwertige kulturelle Veranstaltungen in der Stadt war der Zuspruch nicht immer so groß, wie wir uns das gewünscht hätten. Die Musiker sind spitze. Aachen sollte dieses Festival annehmen.”

Am Abschlussabend wurde aber gefeiert: hervorragende Musik und intime Stimmung.
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