Berlin - Zauberwürfel: Wie bekam Lukas den Dreh raus?

Zauberwürfel: Wie bekam Lukas den Dreh raus?

Von: Philipp Brandstädter
Letzte Aktualisierung:
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Geschafft: Lukas weiß genau, wie man den Zauberwürfel löst. Foto: dpa, Colourbox

Berlin. In der Halle spricht kein Mensch auch nur ein Wort. Weit über 100 Leute sitzen hoch konzentriert an ihren Tischen. Fast jeder dreht an einem bunten Würfel herum. So ein Ding ist aus vielen kleineren Würfeln zusammengebaut. Einige davon lassen sich bewegen.

Ein Würfel allein klickt und knackt beim Drehen nur ein bisschen. Die vielen Würfel in der Halle aber machen ein gespenstisches Geräusch!

Die meisten Leute verzweifeln an dem Versuch, den Zauberwürfel zu lösen. Durch puren Zufall schafft man den Rubik-Würfel nicht. Dahinter verbirgt sich ein mathematisches Rätsel. Und das können einige Leute knacken. Lukas gehört zu diesen Leuten. „Den Würfel zu lösen, hat nichts mit Zauberei oder Glück zu tun“, erklärt der 13-Jährige. „Man braucht entweder ein bisschen Grips oder die richtigen Kniffe.“ Ein bisschen räumliches Denken sei ganz hilfreich. Aber besonders gut in Mathe müsse man nicht sein.

Sein absolutes Lieblingsfach sei Mathe jedenfalls nicht, sagt Lukas. Ob das wohl daran liegt, dass er im Unterricht mit dem Zauberwürfel spielt? Dazu sagt Lukas lieber nichts – muss aber ein kleines bisschen schmunzeln.

Für die Würfel interessiert sich der Junge erst seit ein paar Monaten. Zuerst lernte er durch Videos im Internet, wie man Rubiks Rätsel knackt. Dann wurde er immer besser am Würfel. Er dreht die Steine in wenigen Sekunden in die richtigen Positionen. Inzwischen hat Lukas seinen eigenen Kanal auf Youtube. Dort erklärt er Lösungswege für den Würfel.

Rund um den Zauberwürfel gibt es viele Wettbewerbe. Leute versuchen dabei etwa, den Würfel in möglichst kurzer Zeit zu lösen. Solche Leute nennen sich Speedcuber (gesprochen: Spiidkjuba). Mehrmals im Jahr gibt es Turniere, bei denen Speedcuber gegeneinander antreten. Für Lukas war es das erste Mal bei so einem Turnier. „Als meine Zeit gestoppt wurde, war ich viel zu nervös“, sagt er. Mit zittrigen Fingern lässt sich kein Rekord aufstellen. „Für eine Bestzeit muss ich noch ein paar Sekunden schneller sein. Da hilft nur: weiter üben.“

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