Wohin rennen diese Kinder?

Von: bb
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Glaube in Bewegung: So sieht das aus, wenn die jüngsten Messdienerinnen in Kornelimünster loslegen. Foto: Heike Lachmann

Kornelimünster. In Kornelimünster, dieser kleine schnuckelige Ort in Richtung Eifel, ticken die Uhren vielleicht anders. Oder die netten Leute dort an der Inde sind einfach sehr schlau. Auf alle Fälle feiern sie ab Sonntag noch einmal eine Woche die Heiligtumsfahrt. Teil 2.

Wir haben es ja hier an dieser Stelle schon mal erklärt, was diese kostbaren Heiligtümer sind. Im Juni wurden im Aachener Dom die sogenannten Reliquien gezeigt. Es sind die Windeln und das Lendentuch Jesu, das Kleid Mariens und das Enthauptungstuch des Johannes. Tausende Pilger von nah und fern kamen, um die Heiligtümer zu sehen. Ob sie wirklich echt sind oder nicht, darüber streiten die Gelehrten. Aber unser Bischof Heinrich sagt zum Beispiel: Es ist nicht so wichtig, ob die Reliquien echt sind – Hauptsache, die Menschen treffen sich zum friedlichen Glaubensgebet.

Genauso ist das in Kornelimünster. Denn dort gibt es auch drei Reliquien, das Grabtuch, das Schweißtuch und das Schürztuch Jesu. Alle sieben Jahre werden auch hier die Kostbarkeiten den Pilgern und Gläubigen gezeigt. So auch im Juni.

Kleiner Unterschied: In Kornelimünster gibt es eine Woche Nachschlag, ab Sonntag. Denn dann wird auch noch die Kornelioktav, die auch eine traditionelle Pilgerfahrt ist, gefeiert und das große Ortsjubiläum. Wie alt Kornelimünster wohl wird? Genau, 1200 Jahre. Das hat natürlich – wie so oft – mit Karl dem Großen zu tun. Um genau zu sein, mit seinem Sohn Ludwig dem Frommen. Nach Karls Tod im Jahr 814 ließ Ludwig am Fluss Inde für seinen Freund Benedikt von Aniane, der ein Mönch und ein gelehrter Mann war, dort eine Abtei bauen. Und die Klosterkirche dieser ehemaligen Abtei ist die heutige Propsteikirche St. Kornelius. Ihr seht, in Kornelimünster gibt es richtig was zu feiern.

Spaß am Rande: Wisst ihr, wie Kinder von Kornelimünster ihren Ort nennen? Knolle!

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