Wieso sind schon Störche da?

Von: red
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Das ist „Fridolin“: Er kehrte vor zehn Tagen von seiner Winterpause zurück. Das war so früh wie noch nie. Andere Störche folgen. Foto: dpa

Aachen. „Fridolin“ war der Erste: Auch andere Störche sind schon aus ihren Winterquartieren nach Deutschland zurückgekehrt. Vogelkundler sagen: Das ist so früh wie nie. In Süddeutschland, aber auch bei uns im Westen und sogar im Norden und Osten Deutschlands wurden bereits Störche gesichtet. Etwa zehn Prozent der Vögel seien wieder da, schätzt zum Beispiel der Biologe Kai-Michael Thomsen.

Er arbeitet am Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Bergenhusen. Das ist in Schleswig-Holstein. Dort ist man auf Störche spezialisiert. Kai-Michael Thomsen sagt, die Störche, die jetzt zurückkehren, hätten in Spanien oder Frankreich überwintert. Aber es blieben auch immer mehr Störche in Deutschland.

Die früh ankommenden Störche seien Winterflüchter, sagt der Biologe. „Sie fliegen aber nur so weit in den Süden, bis es frostfreie Bedingungen und keine Probleme mit dem Futter gibt.“ Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell – das ist im Bundesland Baden-Württemberg – fanden heraus, dass immer mehr Störche auf dem Weg in den Süden auf Abfallbergen in Spanien bleiben.

Diese Störche fliegen also gar nicht mehr weiter bis nach Afrika. Auf den Müllkippen finden die Tiere Nahrung. So sparen sie Energie, denn sie müssen nicht über das Mittelmeer fliegen. In den vergangenen 15 bis 20 Jahren beobachteten Vogelkundler das häufiger. Wo genau die früh zurückkehrenden Vögel diesmal herkommen? Das kann Kai-Michael Thomsen nicht genau sagen. Vielleicht kommen sie auch aus der Schweiz oder Bayern? Alleine in Bayern überwintern nach Angaben der Vogelexperten regelmäßig rund 200 Störche.

Mit milderen Wintern soll das aber nichts zu tun haben, meinen die Vogelkundler. Sie sagen, das habe vielmehr mit sogenannten Zuchtprogrammen zu tun. Das heißt: Es gibt mehr Störche, die sich durch Zucht den Bedingungen bei uns angepasst haben – auch im Winter.

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