Wieso geht ein Roboter zur Schule?

Von: red
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Das ist Peyton Walton: Der Roboter geht für sie zur Schule. So verpasst das Mädchen den Unterricht nicht. Foto: dpa

Poolesville. Peyton ist krank. Zur Schule gehen kann sie gerade nicht, weil ihre Krankheit behandelt wird. Dafür ist sie Hunderte Kilometer von ihrem Wohnort Poolesville entfernt. Trotzdem versäumt Peyton den Unterricht nicht. Denn ein Roboter geht für sie zur Schule.

Der Roboter kann rollen. Er hat obendrauf einen Bildschirm, auf dem Peyton zu sehen ist. Das Mädchen steuert den Roboter mit Hilfe eines Mini-Computers von ihrem Krankenzimmer aus.

Über eine eingebaute Kamera und ein Mikrofon kann Peyton mit ihren Schulfreunden sprechen, Fragen stellen und im Unterricht mitmachen. „Sie hat sogar alle Arbeiten mitgeschrieben“, erzählt ihre Mutter.

Peyton hat nur 15 Minuten gebraucht, um zu lernen, wie man den Roboter steuert. „Manchmal fahre ich aber noch gegen die Wand“, sagt sie. Peyton ist glücklich, dass sie nicht jeden Tag nur an ihre Krankheit denken muss. „Ich mag Mathe und Naturwissenschaften sehr, und deshalb finde ich es toll, wenn ich dabei sein kann und lerne, was die anderen lernen“, sagt sie.

Ihre Mitschüler haben sich daran gewöhnt, dass ein kleiner Roboter mit ihnen in der Grundschule ist. „Wenn die Kinder den Roboter sehen, rufen sie: Hey, da kommt Peyton“, erzählt der Schulleiter. Die Schüler plaudern mit Peyton auf dem Bildschirm und winken ihr zu. Peyton winkt aus dem Krankenzimmer zurück.

Aber so ein Roboter ist teuer. Peytons Familie hat deshalb Geld gesammelt. Einen großen Teil hat eine Schule aus Erlangen in Deutschland gespendet. Dort hat Peytons Familie vor einigen Jahren gelebt. Wenn alles gut geht, kann Peyton schon im Januar wieder selbst zur Schule gehen. Aber ihren Roboter behält sie. Er soll sie weiter unterstützen, weil sie noch nicht so fit ist.

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