Wie war der Alltag für die Kinder im Krieg?

Von: alba
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Die Kinder waren frohn, wenn sie überhaupt etwas zu essen bekamen. Viele mussten hungern. Foto: imago/United Archives

Aachen. In dem kleinen belgischen Ort Thimister, er liegt 20 Minuten mit dem Auto von Aachen entfernt, steht auf einem Hügel eine große Statue. Sie ist weiß und zeigt den belgischen Soldaten Antoine Fonck, der auf einem Pferd sitzt.

Am 4. August 1914 wurde dieser Antoine Fonck auf dem Hügel von deutschen Soldaten getötet. Man sagt heute, dass er der erste Tote in einem Krieg gewesen ist, der die ganze Welt verändert hat. Im 1. Weltkrieg kämpften zwei Gruppen von Ländern gegeneinander: die Mittelmächte gegen die Alliierten. Deutschland gehörte zu den Mittelmächten, genau wie Österreich und Ungarn. Die beiden Länder gehörten früher noch zusammen. Zu den Alliierten zählten zum Beispiel Frankreich, England und Russland. Später halfen dieser Gruppe auch Soldaten aus den USA. Auch sie kämpften also gegen die Soldaten aus Deutschland.

Auslöser war ein Anschlag auf den Thronfolger von Österreich-Ungarn: den Erzherzog Franz Ferdinand. Heute vor 100 Jahren, am 28. Juni, wurde er erschossen. Dass es zu solch einem großen Krieg kam, hatte aber viele verschiedene Gründe. Wer genau die Schuld daran trägt, darüber streiten Fachleute noch heute. Fest steht, dass Deutschland im August andere Länder, wie Belgien, aber auch Frankreich und Russland angegriffen hat. Der Krieg hatte aber auch da schlimme Auswirkungen, wo gar nicht gekämpft wurde – zum Beispiel in Deutschland selbst.

Weil viele deutsche Männer als Soldaten in den Krieg ziehen mussten, blieben Kinder mit ihren Müttern allein zu Hause. Viele Mütter arbeiteten lange, um die Familie zu versorgen. Dabei war es schwer, alle satt zu bekommen. Denn Lebensmittel waren zu dieser Zeit knapp. Das hatte mehrere Gründe: Viele Bauern waren als Soldaten im Krieg. Und Deutschland gab viel Geld aus, zum Beispiel für Waffen. Außerdem verhinderten die Gegner von Deutschland teilweise, dass wichtige Waren ins Land geliefert werden konnten.

Besonders im Winter machten die Menschen eine harte Zeit durch. Weil es so wenig Essen gab, spricht man heute auch von Hungerwintern. Dazu kam, dass es sehr kalt war. Doch in manchen Schulen lief die Heizung nicht. Die Schüler froren, manchmal durften sie auch zu Hause bleiben. Vorbei war der Krieg erst nach vier Jahren: 1918. Rund 17 Millionen Menschen sind dabei getötet worden. Das waren vor allem Soldaten wie Antoine Fonck aus Belgien, aber auch viele, die gar nicht bei den schlimmen und sinnlosen Kämpfen mitgemacht haben.

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