Wie läuft es mit „Schiaparelli“?

Von: me
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Der rote Planet aus dem All gesehen.

Aachen. Ui. Das war sehr spannend. Für Weltraumforscher und Astronauten in Russland und bei der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) gab es am Mittwoch nur ein Thema: das Landemanöver der Raumsonde „Schiaparelli“ auf dem Mars.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst saß zum Beispiel mit dem Chef der ESA im Kontrollzentrum in Darmstadt. Sie beobachteten und kommentierten die Ereignisse. Das kennt man sonst von Fußballübertragungen oder bei anderen Sportereignissen.

Warum waren die Weltraumforscher und Astronauten so aufgeregt? Von der Mars-Mission, die da gerade läuft hängt viel ab. Die Amerikaner und Chinesen versuchen auch etwas über den Mars herauszufinden. Die Europäer wollen da aber auch ein Wörtchen mitreden.

Zu teuer

Deshalb haben sich die ESA, also die Europäische Raumfahrtorganisation, und die russische Organisation Roskosmos zusammengetan. Denn für eine Organisation alleine ist das Mars-Projekt viel zu teuer. Die zentralen Fragen bei allen Mars-Missionen sind diese: Gab oder gibt es Leben auf dem Planeten?

Bisher hat darauf noch niemand eine Antwort gefunden. Die Marssonde „Schiaparelli“ soll nun helfen, das zu ändern.

Ein Italiener

Benannt ist die Raumsonde übrigens nach Giovanni Schiaparelli. Das war ein Sternenforscher, ein Astronom, aus Italien. Er entdeckte im 19. Jahrhundert, wahrscheinlich im Jahr 1877, mit einem Teleskop dunkle Linien auf dem Mars. Diese Linien bezeichnete Giovanni Schiaparelli als „canali“. Das ist italienisch und heißt Kanäle. Seitdem gibt es wilde Spekulationen darüber, dass es auf dem Mars Lebewesen geben könnte.

Wasser und Leben? Seit Experten den Mars als roten Punkt am Himmel sehen können, wollen die Menschen das Geheimnis des Nachbarplaneten der Erde lüften. Mal sehen, ob „Schiaparelli“ die Weltraumforscher entscheidend weiterbringt.

Ein Rover

Die Esa- und Roskosmos-Weltraumforscher sagen: Die Mars-Mission ist ein kleiner Schritt für die Erforschung des Universums, aber ein großer Schritt für Europa. Wenn alles weiter gut läuft, soll im Jahr 2020 sogar ein Rover auf dem Mars landen – und buddeln.

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