Wie geht es Alexander Gerst?

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Eine große Ehre: Am 13. Januar hat Bundespräsident Joachim Gauck Alexander Gerst mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Berlin. Sein Blick auf die Erde hat sich verändert. Fast sechs Monate war er im Weltall, auf der Internationalen Raumstation. Für seine Arbeit im All bekam der Astronaut eine besondere Auszeichnung: das Bundesverdienstkreuz.

Herr Gerst, haben Sie sich wieder gut eingelebt auf der Erde?

Alexander Gerst: Ja, ich habe nicht viel Zeit gebraucht, um mich wieder einzugewöhnen. Die ersten zwei, drei Tage hatte ich noch ein bisschen das Gefühl, dass ich schwanke. Doch schon nach zwei Wochen war alles wieder wie vorher.

Was machen Sie denn jetzt?

Alexander Gerst: Ich werde noch regelmäßig untersucht und es gibt viele Nachbesprechungen. Diese Woche zum Beispiel haben wir jeden Nachmittag Dinge besprochen – etwa, wie auf der ISS alles technisch lief. Es geht darum, Dinge zu verbessern für die nächsten Mannschaften, die hochfliegen.

Vermissen Sie das Weltall?

Alexander Gerst: Ja. Das Schweben, die Aussicht, die wissenschaftliche Arbeit. Die tolle Stimmung an Bord. Aber es ist auch sehr schön, wieder hier zu sein.

Wollen Sie noch einmal ins All?

Alexander Gerst: Die Frage könnten Sie jedem Astronauten stellen, keiner wird Nein sagen. Wenn es die Möglichkeit gibt, dann stehe ich für weitere Missionen zur Verfügung.

Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

Alexander Gerst: Wenn es die Möglichkeit gäbe, würde ich meine Freunde mitnehmen. Das wäre toll. Ich habe sehr viele Freunde, die genauso fasziniert von der Raumfahrt sind wie ich.

Haben Sie vom Weltall aus einen Ort auf der Erde entdeckt, wo Sie gerne einmal hinreisen würden?

Alexander Gerst: Jede Menge. Zum Beispiel die Hochländer rund um der Himalaya in Asien. Da gibt es fast unbekannte Gebirge, die sind größer als die Alpen! Das ist wunderschön da.

Wo geht es für Sie als Nächstes hin?

Alexander Gerst: Erst einmal in Deutschland zu Terminen. Ich gebe viele Interviews und halte Vorträge, auch an Schulen. Im Februar habe ich dann Urlaub. Da fahre ich wahrscheinlich mit meiner Lebensgefährtin nach Patagonien.

Ist Reisen noch spannend, wenn man einmal im All war?

Alexander Gerst: Ja, ich glaube das wird sogar spannender.

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