Wer war eigentlich Herr Litfaß?

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Eine Litfaßsäule steht in der Königsstraße in Nürnberg (Bayern). Wer hat's erfunden? Ernst Litfaß. Foto: Daniel Karmann/dpa

„Jetzt reicht‘s. Jetzt ist Schluss mit der Zettel-Wirtschaft.“ Das könnte sich vor mehr als 160 Jahren ein Mann gedacht haben. Der Mann hieß Ernst Litfaß und war Buchdrucker. In seiner Heimatstadt Berlin hingen überall Zettel an Hauswänden, Bäumen und Zäunen.

Diese kündigten zum Beispiel Konzerte oder Zirkusvorstellungen an. Viel besser wäre es doch, die Zettel alle ordentlich an einer Stelle aufzuhängen, überlegte sich Ernst Litfaß. Kurzerhand erfand er die Säulen, die später nach ihm benannt wurden: die Litfaß-Säulen.

Gegen Geld durften an den dicken Säulen Werbeplakate aufgehängt werden. Der Stadt war es erlaubt, kostenlos die neuesten Nachrichten daran zu heften. Für viele Menschen waren die Säulen damit so etwas wie eine öffentliche Zeitung.

Litfaß-Säulen (wie auf dem Foto) gibt es heute noch. Viele Tausend davon stehen in ganz Deutschland. Plakatierer pappen Plakat über Plakat an die Säulen. Alle paar Jahre entfernen sie die dicken Papierschichten dann mit der Motorsäge.

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