Wer ist der Weltumsegler Wilfried Erdmann?

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So kann sich Wilfried Erdmann freuen: Er ist ein echter Abenteurer. Foto: dpa

Goltoft. Das stürmische Kap der Guten Hoffnung oder ruhige Buchten in der Karibik: Der Abenteurer Wilfried Erdmann hat mit Segelbooten die ganze Welt bereist. Das war manchmal auch gefährlich, erzählt der 74-Jährige uns heute im Interview.

Wieso wollten Sie unbedingt die Welt umsegeln?

Wilfried Erdmann: „Das gemütliche Schippern auf dem See war nichts für mich. Ich wollte gleich richtig raus und das Meer kennenlernen. Ich musste mir aber alles selber beibringen. Auf einer Segelschule war ich nie.“

War das sehr anstrengend, bei Wind und Wetter zu segeln?

Wilfried Erdmann: „Ich hatte ja auch eine Selbststeuerungs-Anlage. Das ist ein Gerät, das das Boot auf Kurs hält, wenn der Segler schläft oder sich ausruht. Außerdem habe ich ab und zu mal eine Art Feiertag eingelegt. Da habe ich nicht an Segeln und das Vorankommen gedacht. Ich habe frische Kleidung angezogen, mir etwas Leckeres gekocht und es mir so richtig gemütlich gemacht.“

Sind Sie mal in gefährliche Situationen gekommen?

Wilfried Erdmann: „Ich hatte einen fürchterlichen Sturm im Indischen Ozean, südlich von Madagaskar. In diesem Gebiet herrscht starke Strömung. Wenn die Strömung gegen den Wind fließt, wirft das steile, hohe Wellen auf. Ich habe alle Luken dichtgemacht und über zwei Tage ausgeharrt. Bis sich das Wetter legte und ich wieder Segel setzen konnte.“

Was war für Sie das Schönste auf den Reisen?

Wilfried Erdmann: „Herrlich ist die Luft und das besondere Licht auf hoher See. Wenn man den Horizont gar nicht ausmachen kann, dann sieht es so aus, als würden die Wolken im Meer versinken. Auch die großen Kaps zu umsegeln, ist ein tolles Gefühl. Und besonders schön ist natürlich auch das Ankommen – wenn man nach einer langen Reise wieder in den Heimathafen einläuft.“

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