Wiesbaden - Welche Namen sind superbeliebt?

Welche Namen sind superbeliebt?

Von: Andrea Löbbecke
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Von ihnen gibt es ganz viele: Marie und Paul. Dagegen werden Namen wie Mecky, Lovely, Eleyson, Libelle und Zabel ganz selten vergeben. Foto: dpa

Wiesbaden. Marie und Paul schaffen es auf der Liste der beliebtesten Baby-Vornamen 2017 voraussichtlich weit nach vorn. Das hat eine erste Prognose der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden ergeben. An Spitzenpositionen landen wohl auch Emilia und Emma sowie Ben und Alexander.

In einer Stichprobe werteten die Sprachforscher über ganz Deutschland verteilt die Daten von zehn Standesämtern aus. Die endgültigen Listen über die beliebtesten Vornamen stellt die GfdS im Frühjahr 2018 vor. Bei der kompletten Auswertung für 2016 hatten es Marie und Elias ganz nach vorn geschafft – gefolgt von Sophie und Sophia sowie Alexander und Maximilian.

Es gebe zwar viele alte Bekannte auf den vorderen Plätzen, aber hie und da auch Überraschungen, sagte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels über die neue Stichprobe. So seien bei den Mädchen Vornamen, die mit einem „E“ anfangen, im Kommen, darunter Emma, Ella und Elisabeth. Auch Charlotte könnte es erstmals unter die Top Ten schaffen.

Bei den Jungen zeichne sich ab, dass es der Vorjahressieger Elias nicht mehr auf den ersten Platz schafft. Häufiger geworden seien unter anderem Felix, Jakob oder Emil. Für die endgültige Auswahl der beliebtesten Vornamen wertet die GfdS Daten von rund 800 Standesämtern aus.

40.000 Namen gibt es nur einmal

Im Jahr 2016 – mit rund 700.000 Geburten – seien über eine Million Erst- und Folgenamen in die Statistik eingeflossen, erläuterte Sprachforscherin Frauke Rüdebusch. Darunter seien etwa 60.000 verschiedene Namen gewesen – rund 40.000 wurden jeweils nur einmal vergeben.

Bei exotischen Namenswünschen der Eltern können die Standesämter ein Gutachten der GfdS-Sprachforscher anfordern. Grünes Licht gaben die Experten in diesem Jahr unter anderem für Mecky, Lovely, Eleyson, Libelle und Zabel. Abgelehnt haben sie etwa Lucifer, Ohlove, vom Meer, Batman oder Motte.

„Für Mecky gibt es Belege in Büchern und Datenbanken“, erläuterte Rüdebusch. Zabel sei eine Ableitung von Sabel, einem alten Namen. Für alle Kinder einer Familie gilt per Gesetz, dass sie entweder den Nachnamen der Mutter oder des Vaters tragen müssen – den sogenannten Familiennamen.

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