London - Wegen wem sind viele traurig?

Wegen wem sind viele traurig?

Von: Ulrich Simons
Letzte Aktualisierung:
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Der britische Thronfolger Prinz Charles (r.) und seine Söhne Prinz William (l.) und Prinz Harry (M.) schauen am 5. September 1997 am Kensington Palace in London (Großbritannien) die Blumen an, die in Gedenken an Prinzessin Diana niedergelegt wurden. Foto: David Brauchli/AP/dpa

London. „Es war einmal ... eine schö­ne Prinzessin.“ So könnte ein Märchen anfangen. Diese Geschichte hier beginnt genauso. Doch sie hat sich wirklich zugetragen. Es ist die Geschichte, einer jungen Frau, die vor mehr als 30 Jahren die Menschen nicht nur in ihrem Land sondern in der ganzen Welt verzauberte.

Der Na­me der Prinzessin: Diana. Sie war die Tochter eines britischen Grafen und einige Jahre die Frau von Prinz Char­les. Die Mutter von Charles ist Königin Elizabeth II., die inzwischen seit mehr als 60 Jahren Großbritannien regiert.

Viele Menschen auf der ganzen Welt denken heute an Diana, weil sie nicht nur sehr schön, sondern auch sehr beliebt war. Vor 20 Jahren, am 31. August 1997, starb sie bei einem Verkehrsunfall in einem Straßentunnel in Paris, der Hauptstadt von Frankreich. Sie wurde nur 36 Jahre alt.

Keine glückliche Familie

1981 hatten die Kindergärtnerin Diana, die bei der Hochzeit erst 20 Jahre alt war, und der zwölf Jahre ältere Charles geheiratet. 750 Millionen Menschen in aller Welt verfolgten im Fernsehen die „Hochzeit des Jahrhunderts“.

Doch Diana fühlte sich im „Goldenen Käfig“ des britischen Königshauses nicht wohl. Auch die beiden Prinzen William (geboren 1982) und Harry (1984) konnten aus Charles und Diana keine glückliche Familie machen.

Denn Charles konnte und wollte auch nicht verheimlichen, dass er seiner alten Jugendliebe Camilla (mit der er heute verheiratet ist) immer noch nachtrauerte. Diana wurde darüber sehr traurig und versuchte sogar, sich das Leben zu nehmen. 1996 wurden sie und Charles geschieden.

„Ich möchte Königin in den Herzen der Menschen sein“, hatte Diana in einem Interview ein Jahr zuvor gesagt. Wie sehr ihr das gelungen war, zeigt die Reaktion der Briten, nachdem ihr Leichnam 1997 nach London gebracht worden war. Zehntausende legen vor dem Kensington Palast, wo sie gewohnt hatte, Blumen nieder. Menschen weinen auf den Straßen.

Die ganze Nation trägt Trauer. Viele Menschen hatten Dianas Wärme und Mitgefühl erlebt, ihr Eintreten für Kranke und Bedürftige, ihren Kampf gegen Landminen.

Legendär bleibt auch ihr Gespür für modische Kleidung. In den 80er und 90er Jahren ist sie die meistfotografierte Frau der Welt.

Kritik an der Queen

Die britische Königin, von der Reaktion ihrer Untertanen völlig überfordert, reagiert erst nach Tagen mit einer offiziellen Erklärung im Fernsehen. Dafür muss sie viel Kritik einstecken.

Heute sind William und Harry erfolgreich in die Fußstapfen ihrer so früh gestorbenen Mutter getreten und setzen sich wie sie für Kranke und Schwache ein. Viele Briten wollen inzwischen sogar, dass William ihr König wird und nicht Prinz Charles, der eigentlich der Nächste in der britischen Thronfolge wäre.

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