Aachen - Was verrät die dunkle Materie?

Was verrät die dunkle Materie?

Von: red
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Ein Ausflug in den Weltraum ist für die meisten Menschen nicht drin. Aber du kannst auch anders ins All reisen - mit Büchern.

Aachen. Das Weltall ist voll von einem rätselhaften Stoff. Er kommt über fünfmal öfter vor als alle Sterne, Planeten, Gaswolken und so weiter zusammengerechnet. Trotzdem kann man ihn nicht sehen. Astronomen gaben ihm daher einen geheimnisvollen Namen: die dunkle Materie.

Doch woher wissen die Forscher überhaupt, dass es den Stoff gibt? Er zerrt mit seiner Schwerkraft an den Sternen und anderer sichtbarer Materie. So verrät er sich.

Die dunkle Materie ist eines der größten Rätsel des Weltalls. Kein Forscher weiß bislang, woraus sie besteht. Aber ohne Dunkle Materie würden zum Beispiel Galaxien wie unsere Milchstraße auseinanderfliegen. Nur die Schwerkraft der dunklen Materie hält sie zusammen.

Die andere Kraft

Die dunkle Materie ist nicht das einzige unsichtbare Rätsel des Weltalls. Vor einiger Zeit sind Astronomen auf eine rätselhafte Kraft gestoßen, die das Weltall auseinandertreibt. Sie wurde dunkle Energie getauft.

Das Rätsel der dunklen Materie und der dunklen Energie soll am europäischen Kernforschungszentrum (Cern) in Genf gelöst werden. Dort hofft man auf eine bahnbrechende Entdeckung.

Heute feiern Physiker zum ersten Mal den „Tag der dunklen Materie“. So wollen sie über die Jagd auf das geheimnisvolle Unbekannte informieren. Am Forschungszentrum für Teilchenphysik Desy in Hamburg gibt es zum Beispiel eine Ausstellung und Vorträge. Desy gehört zur Helmholtz-Gemeinschaft. Dort arbeiten und forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Auch Physiker der RWTH Aachen machen dort mit.

Rätselhaftes

Woher wissen die Forscher eigentlich, dass dunkle Materie existiert? Die Antwort: Weil sich vieles, was man im Universum beobachten kann, mit dem Einfluss der bekannten Materie nicht erklären lässt. Zum Beispiel Licht: Wenn Licht an Galaxien vorbeifliegt, wird es stärker abgelenkt, als die Forscher vermutet haben. Es gibt also ein geheimnisvolles Etwas, das Licht anzieht. Außerdem bewegen sich Sterne zum Teil so schnell, dass sie nach gängigen Theorien aus ihren Galaxien geschleudert werden müssten. Werden sie aber nicht. Sie werden von irgendetwas festgehalten. Und diesen geheimnisvollen Kräften wollen die Forscher am Cern in Genf und am Desy in Hamburg unbedingt auf die Spur kommen.

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