Was Meteoriten verraten

Was Meteoriten verraten

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Das ist ein Meteorit: Addi Bischoff hält ihn in der Hand. Foto: dpa

Eins, zwei, drei, vier... Hunderte Kästchen liegen in dem Schrank. Sie sind in Reihen angeordnet und beschriftet. In jedem Kästchen befindet sich ein kleiner, dunkler Klumpen: ein Meteorit. Meteoriten kommen aus dem Weltall. Es sind Bruchstücke von Brocken, die früher einmal um die Sonne gekreist sind.

Irgendwann sind sie in Richtung Erde gesaust, sind dort auf den Boden gefallen und wurden von einem Menschen gefunden.

Ein großer Schrank

Der Schrank mit den vielen Meteoriten steht in einem Gebäude in Münster. Münster ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen. Und Addi Bischoff arbeitet in dem Gebäude. Er ist Meteoriten-Forscher. „Wir haben hier eine Sammlung von etwa 4000 Meteoriten“, sagt er. Er bekommt Meteoriten aus der ganzen Welt geschickt.

Addi Bischoff und seine Kollegen untersuchen diese Meteoriten. „Wir gucken uns an, wie die Steine aussehen, wie alt sie sind und woher sie kommen“, sagt er. Dazu schleifen die Forscher die Brocken zunächst zu hauchdünnen Plättchen. Diese Plättchen schauen sie sich unter dem Mikroskop an. Mit verschiedenen Geräten untersuchen sie die Meteoriten dann noch weiter. „Am häufigsten sind die Meteoriten aus Stein“, erklärt der Experte. Außerdem gibt es noch Eisen-Meteoriten und solche, die aus einer Mischung aus Stein und Metall bestehen.

Sonnensystem verstehen

Und warum schauen sich die Forscher die Meteoriten so genau an? „Wir möchten etwas über die Entstehung von unserem Sonnensystem, den Planeten und dem Leben wissen“, sagt der Experte.

Unser Sonnensystem besteht aus der Sonne und verschiedenen Objekten, die sie umkreisen. Dazu gehören Planeten wie unsere Erde, aber auch Gesteins-Brocken und Staub. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Sonnensystem vor fast unvorstellbar langer Zeit entstanden ist – vor ungefähr viereinhalb Milliarden Jahren. Auch die Brocken, von denen die Meteoriten abstammen, sind so alt. Forscher hoffen daher: Wenn sie die Meteoriten untersuchen, verstehen sie besser, was vor viereinhalb Milliarden Jahren passiert ist.

Addi Bischoff macht diese Arbeit großen Spaß. „Die Meteoriten sind uralt, und sie kommen aus der Ferne. Und ich bin einer der Ersten, die sich das Material angucken können – das finde ich richtig toll“, sagt er. „Wenn ich daran denke, dann bekomme ich eine Gänsehaut.“

Auf der ganzen Welt gibt es übrigens Menschen, die auf der Jagd nach Meteoriten sind. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Manche finden, das ist ein spannendes Hobby. Andere wollen die Meteoriten verkaufen und damit Geld verdienen. Und einige suchen nach den Brocken aus dem All, um sie zu erforschen. Wie Addi Bischoff.

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