Was machen Patienten falsch?

Von: me
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Tobias ist erkältet: Viren haben das verursacht. Natürlich braucht er kein Antibiotikum. Der Körper regelt das ganz alleine. Foto: dpa

Aachen. Wenn man krank ist, will man am liebsten schnell wieder gesund werden. Dann geht man zu seinem Arzt und fragt ihn, was man tun kann. Eltern sorgen sich um ihre Kinder. Und viele Erwachsene, die im Beruf unter Druck stehen, wollen gerne schnell wieder zu ihrer Arbeit.

Vom Arzt wollen sie dann Medikamente bekommen, die ihrer Meinung nach gut und rasch wirken. Das sind zum Beispiel Antibiotika. Eine große Krankenkasse, die DAK, hat jetzt herausgefunden, dass sehr oft Antibiotika von Ärzten verordnet werden.

Die DAK hat Daten von Patienten anonym analysiert und mehr als 3000 Leute befragt. Das Ergebnis ist: Sehr viele Patienten schlucken Antibiotika bei Krankheiten, die durch Viren ausgelöst werden. Ärzte verschreiben ihnen diese Antibiotika. Das ist nicht gut. Aber die Experten der Krankenkasse sagen: Die Ärzte können oft gar nicht anders, weil die Patienten unbedingt ein Antibiotikum haben wollen.

Dazu muss man wissen: Ein Antibiotikum kann nur bei Krankheiten helfen, die durch Bakterien ausgelöst werden. Das ist eine Erkältung normalerweise nicht. Gesundheits-Experten wollen, dass Ärzte und Patienten das verstehen und in Zukunft öfter auf Antibiotika verzichten. Denn es besteht die Gefahr, dass Antibiotika irgendwann gar nicht mehr wirken. Auch dann nicht, wenn sie wirklich gebraucht werden. Das nennt man Antibiotika-Resistenz.

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