Was hat Beethoven gedacht?

Von: red
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Das sind Federica Rovelli (l) und Bernhard Appel von der Beethoven-Werkstatt: Am Computer wollen sie herausfinden, warum Beethoven so viel gekritzelt hat – auf den Notenblättern. Foto: dpa

Bonn. Die Detektive sitzen in einem kleinen Büro, auf den Schreibtischen stehen große Computer-Bildschirme. Überall liegen Bücher und Notenblätter herum. Die Detektive sind einem Mann auf der Spur. Er ist aber kein Einbrecher, sondern einer der berühmtesten Komponisten der Welt: Ludwig van Beethoven.

Er lebte vor etwa 200 Jahren. Die Detektive wollen herausfinden, wie Beethoven seine Musikstücke geschrieben hat. Einer der Detektive ist Bernhard Appel. Er arbeitet in dem Haus, in dem Beethoven geboren wurde. Es steht in Bonn. Natürlich sei er kein echter Detektiv, sagt Bernhard Appel. Er ist Musik-Forscher. „Unsere Arbeit ist aber so ähnlich wie die von Detektiven“, sagt er.

Mit seinen Musikstücken war Beethoven nie zufrieden. Er hat ständig etwas verändert. Selbst dann noch, als seine Werke eigentlich schon gedruckt werden sollten. Er hat immer wieder Noten durchgestrichen und neue hingekritzelt, diese dann ausradiert und eine andere Melodie aufgeschrieben.

Beethoven hat unglaublich viele Notenblätter beschriftet und viele Entwürfe gemacht. Natürlich mit jeder Menge Änderungen. Manche wollen die Forscher nun untersuchen. „Wir interessieren uns nicht für die fertigen Musikstücke, sondern nur für diese besonderen Stellen. Wir wollen sozusagen nur den Abfall untersuchen“, sagt Bernhard Appel.

Die Detektive wollen so zum Beispiel herausfinden, was Beethoven an dieser Stelle gestört hat: Warum hat er die Noten ausgerechnet dort verändert? Warum so oft? Und vor allem: Wann hat er welche Änderung gemacht?

„Uns interessiert, was Ludwig van Beethoven gedacht hat“, sagt der Forscher.

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