Was geschieht, wenn man friert?

Von: dpa
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Wie entsteht Gänsehaut? Grafik: C. Goldammer

Aachen. Mit dem Karnevalszug gehen oder auf einem Wagen mitfahren oder am Straßenrand Kamelle fangen: Man kann an Karneval draußen tolle Sachen machen. Wenn es regnet und kalt ist fangen wir nach einiger Zeit im Freien allerdings an zu bibbern. Hände und Füße sind kalt. Manchmal fängt der Körper an zu zittern. Auf diese Weise versucht er, sich warm zu halten.

Das geht so: Zunächst zieht der Körper die Blutgefäße zusammen, und zwar erst mal an den Händen und Füßen. Blut transportiert Wärme durch den Körper. Allerdings verlieren wir über die Haut auch ständig Wärme. Ziehen sich die Blutgefäße zusammen, gelangt weniger aufgewärmtes Blut in Hände und Füße. Es geht also auch weniger Wärme verloren.

Der Nachteil: Weil die Durchblutung gebremst ist, fühlen sich Hände und Füße leicht taub an. Sie sehen außerdem oft ganz weiß aus, weil weniger rotes Blut hindurchfließt.

Die Körpermitte wird hingegen weiterhin normal durchblutet. Mit dem warmen Blut hält der Körper dort seine Temperatur ständig auf ziemlich genau 37 Grad Celsius, selbst wenn es draußen friert.

Das ist wichtig, weil in unserer Körpermitte die lebenswichtigen Organe sitzen, zum Beispiel das Herz, die Leber oder die Nieren. Und die brauchen diese Temperatur, um richtig arbeiten zu können. Über das Zittern versucht der Körper, zusätzliche Wärme zu bilden. Es wird von den Muskeln ausgelöst. Muskeln können Wärme erzeugen. Allerdings nur dann, wenn sie in Bewegung sind. Also fangen sie bei Kälte kurzerhand an zu zittern. Sie heizen unserem Körper sozusagen ein. Wenn die Kaumuskeln um den Mund herum zittern, klappern wir mit den Zähnen.

Im Inneren unseres Körpers passiert noch mehr, wenn die Temperatur sinkt. Die Leber fängt zum Beispiel mächtig an zu arbeiten. Sie wandelt etwa Fett in andere Stoffe um. Dabei entsteht Wärme, die mit dem Blut durch den Körper strömt. Außerdem wird eine bestimmte Art von Fettzellen aktiv und beginnt ebenfalls, Wärme zu bilden.

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