Was finden Forscher toll am Fadenwurm?

Von: red
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Das sind Fadenwürmer unter dem Mikroskop: Sie zählen zu den am intensivsten erforschten Lebewesen. Foto: dpa

Aachen. Manchmal sind Forscher schon komisch. Vor allem wenn man manche von ihnen nach ihrem Lieblingstier fragt. Viele würden sagen: Fadenwurm. C. elegans. Der Mini-Wurm lebt normalerweise in der Erde oder auf vergammeltem Obst. Er futtert dort Bakterien.

Dass er bei den Forschern im Labor so beliebt ist, hat ein paar gute Gründe. Die Wissenschaftler können ihn gut erforschen. „Jeder Wurm hat immer gleich viele Zellen“, sagt ein Experte. „Wir wissen genau, mit welcher Zelle was passiert.“ Das haben andere Forscher schon vor einiger Zeit entdeckt. So etwas zu wissen, macht die Arbeit der Forscher leichter.

Der Wurm ist aber noch aus anderen Gründen ein Lieblingstier für Forscher. Er ist zum Beispiel fast durchsichtig. Deshalb können die Wissenschaftler unter dem Mikroskop sehen, was im Wurmkörper passiert. Sie können sogar einzelne Zellen anschauen oder filmen.

Schon vor etwa 50 Jahren haben Wissenschaftler angefangen mit der Wurmforschung im Labor. Sie fanden bereits viel heraus. Zum Beispiel dass C. elegans mit dem Menschen verwandt ist.

Dass die beiden einen nahen Verwandten hatten, ist zwar schon Hunderte Millionen Jahre her. Trotzdem haben Würmer und Menschen noch einiges gemeinsam. Das ist auch wichtig für die Forscher. Sie interessiert zum Beispiel besonders ein Vorgang, den man Zelltod nennt. Zellen werden oft beschädigt oder sie verändern sich. Diese Zellen muss der Körper loswerden. Sonst können sie Probleme im Körper verursachen, etwa Krankheiten. Dafür gibt es den Zelltod. Unter dem Mikroskop kann man sehen, wie ein neuer Wurm wächst. Dabei kann man jede Zelle erkennen. Vielleicht können Ärzte irgendwann manche Krankheiten besser behandeln als heute. Das hätten sie dann dem Fadenwurm zu verdanken.

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