Was bewirkt ein kleiner Piks?

Von: red
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Autsch: Der Einstich schmerzt. Aber der Schmerz ist nur von kurzer Dauer. Dieser Junge erhält eine Impf-Auffrischung. Ärzte sagen, es sei unverantwortlich, beim Impfschutz zu schludern. Foto: Stock/McPhoto

Aachen. Erst pikst es ein bisschen. Dann ist die Impfung auch schon wieder vorbei. Das Praktische daran ist: Manche Krankheiten, die gefährlich sein können, bekommt man nach einer Impfung nicht mehr oder nicht mehr so stark.

Die meisten Kinder in Deutschland sind zum Beispiel gegen Masern geimpft. Aber es sind noch immer nicht genug, um die Masern ganz auszurotten. Nach einer Studie aus dem vergangenen Jahr wird noch jedes dritte Kleinkind in Deutschland nicht zur rechten Zeit und nicht genügend gegen Masern geimpft.

Untersuchungen von Schulanfängern haben ergeben: 96,7 Prozent der Schulanfänger haben die erste Masern-Impfung bekommen. Bei der zweiten Impfung waren es 92,4 Prozent. Aber erst ab 95 Prozent können die Masern langfristig ausgerottet werden.

Wenn man zum Beispiel gegen Masern geimpft ist, bekommt man sie oft auch Jahre nach dem Impfen nicht. Das hat mit unserem Immunsystem zu tun. Dieses System schützt unseren Körper gegen viele Krankheitserreger. Es ist eine Art Schutztruppe, die immer im Einsatz ist. Meistens funktioniert das wunderbar. Bei manchen Krankheitserregern muss die Schutztruppe aber erst lernen, wie sie die Erreger unschädlich macht. Dazu muss sie ab und zu Kontakt mit den Erregern haben.

Wenn man dann krank wird, lernt das Immunsystem dazu. Wenn der Krankheitserreger das nächste Mal auftaucht, weiß das Immunsystem eher, wie es sich wehren kann. So ähnlich funktioniert auch eine Impfung. Eine Impfung soll das Immunsystem trainieren. Wenn später mal der echte Erreger auftaucht, ist der Körper vorbereitet. Und das Immunsystem kann ihn bekämpfen. Bei manchen Krankheiten muss man nach einigen Monaten oder Jahren noch mal impfen. Auf diese Weise wird das Gedächtnis des Immunsystems aufgefrischt.

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