Warum werden Urlauber in Italien bestraft?

Von: me
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An einem Strand kann es sehr voll werden. In Italien will man verhindern, dass es ungerecht zugeht. Foto: dpa

Lido di Ostia. Du bist sicher schon am Meer gewesen, zum Beispiel an der Nordsee in Holland. Dort kann man sich hinlegen, wo gerade Platz ist – oder im Sand spielen. Das ist nicht überall so. Jedes Land hat seine Regeln.

In Italien etwa sind die Regeln viel strenger als bei uns oder in Holland oder Belgien. Dort gehören alle Strände im ganzen Land dem Staat. Und der kann bestimmen, wie die Strände genutzt werden dürfen. Der Staat verpachtet den größten Teil der Strände im Sommer. Das heißt: Strand-Unternehmer zahlen dem Staat Geld. Dafür dürfen sie dann Liegen und Schirme an die Urlauber vermieten. Auf diese Strände darf man sich nur legen, wenn man für Liege und Schirm eine Gebühr bezahlt.

Dann gibt es noch meist kleine Strandabschnitte, die nicht verpachtet werden. Sie sind öffentlich. Dort darf man sich kostenlos hinlegen. In der Hochsaison, also wenn sehr viele Menschen im Urlaub ans Meer wollen, kann es dort sehr sehr eng werden. Wenn man überhaupt einen Platz ergattert.

Manche gehen daher sehr früh am Morgen los. Sie legen ihre Handtücher an den Strand oder stellen ihre Liegen hin. Dann gehen sie ins Hotel zurück oder in die Ferienwohnung, um in Ruhe zu frühstücken. Später kehren sie mit den Strandsachen zurück.

Das machen immer mehr. Die Menschen in Italien ärgert das sehr. Deshalb hat der Staat geregelt: Jeder, der erwischt wird, soll eine Strafe bezahlen. Und die ist nicht unbedingt klein. Es sind 200 Euro. Gerade ist das in Italien wieder ein großes Thema. Denn sehr viele Menschen machen zurzeit Urlaub in dem Mittelmeerland.

Die Italiener selbst verstoßen nicht so oft gegen das Handtuch-Verbot. Viel häufiger sind es Urlauber aus Deutschland, aus den Niederlanden und aus Großbritannien. Das ist den italienischen Strandwächtern aufgefallen.

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