Warum verheddern sich Kraken nicht?

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Das ist Krake Otto. Foto: dpa

Hunderte von Saugnäpfen an den acht Armen eines Kraken saugen sich normalerweise spontan an jede Oberfläche, die sie berühren. Wie kommt es dann, dass sich ein Oktopus bei seinen komplizierten Bewegungen nicht ständig zu einem festen Ball verknotet?

Als Mensch könnte man denken: Mit acht Armen klarzukommen, muss schwierig sein. Und Kraken haben zudem noch Hunderte von Saugnäpfen an jedem ihrer Arme. Damit kleben sie sich an fast allem fest, was sie berühren. Wieso nur verknoten sich die Tiere dann nie? Zum Beispiel, wenn einer ihrer Arme am anderen kleben bleibt?

Die Antwort: Die Saugnäpfe haften nicht an Krakenhaut. Das haben Biologen in Israel herausgefunden. Sie vermuten, dass die Haut einen chemischen Stoff bildet. Dieser hält die Saugnäpfe davon ab, sich festzusaugen. Die Forscher haben den Stoff aber noch nicht identifiziert.

Frühere Versuche hatten bereits gezeigt, dass ein Oktopus im Grunde nicht weiß, was seine Arme in jedem Moment tun. Umso wichtiger ist es, dass die Arme durch die selbstständige Vermeidung anderer Arme verhindern, dass sich die Krake unentwirrbar verknotet.

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