Warum reden viele über Minsk?

Von: me
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Friedensdemonstration: Diese Jugendlichen denken mit anderen an die Menschen, die im Bürgerkrieg in der Ukraine gestorben sind. Foto: dpa

Minsk. Minsk, diesen Namen liest und hört man jetzt wieder häufig in den Nachrichten. Minsk ist die Hauptstadt von Belarus. Ein anderer Name des Landes ist Weißrussland. Nachbar ist im Osten Russland. Im Norden grenzen Lettland und Litauen an Weißrussland. Im Westen sind Polen – und im Süden die Ukraine Nachbarn.

Minsk ist seit dem Sommer des vergangenen Jahres bekannter geworden. Denn damals sind dort wichtige Vereinbarungen wegen des Bürgerkriegs in der Ukraine getroffen worden. Sie waren als Friedensschritte gedacht. Hintergrund sind die kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine. In diesen Teilen des Landes kämpfen Menschen mit Waffen gegeneinander.

Die Regierung der Ukraine möchte, dass die Gebiete weiter zur Ukraine gehören. Die meisten Menschen dort wollen das auch. Aber andere, die pro-russischen Separatisten, wollen in den Gebieten das Sagen haben. Russland unterstützt die Separatisten. Die Ukraine wird von der EU und von den USA unterstützt.

Die Friedensbemühungen vom Sommer 2014 haben bisher nicht viel gebracht. Im Gegenteil: Alle Beteiligten beharren auf ihren Standpunkten. Man droht sich gegenseitig mit Konsequenzen. Niemand weiß, wie es zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes kommen könnte. Aber genau darum ist man bemüht. Deshalb ist Bundeskanzlerin Angela Merkel in die USA nach Washington gereist und hat mit Präsident Barack Obama gesprochen. Denn der plant, der Ukraine Waffen zu geben.

Morgen wollen die Bundeskanzlerin und ihr französischer Kollege, Präsident François Hollande, mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentreffen – in Minsk. Dabei wollen sie über das weitere Vorgehen in der Ukraine-Krise sprechen. Das ist der Plan.

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