Warum müssen Kinder arbeiten?

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Das sind von links nach rechts: Ramesh (6), Laxmi (7), Rani (11) und Krishna (13). Sie arbeiten als Müllsammler in Indien. Foto: dpa

Aachen. Wenn Du mit kleinen Arbeiten Dein Taschengeld aufbesserst, ist das keine Beschäftigung, die man normalerweise als Kinderarbeit bezeichnet. Grundsätzlich ist ja auch Arbeit für Kinder nichts Schlechtes und kann sogar Spaß machen: Wenn man zum Beispiel dem Nachbarn mal den Rasen mäht oder für ältere Leute mal einen Einkauf erledigt.

Was für Kinder geht und was nicht: Das hat das Kinderhilfswerk Unicef sehr gut beschrieben. Die Kinderschützer der Vereinten Nationen sagen zum Beispiel: Kinderarbeit ist illegal und schädlich für Kinder, wenn sie den Kindern die Kraft und Zeit zum Lernen raubt und ihre körperliche, geistige oder seelische Entwicklung schädigt. Kinder dürfen nicht ausgebeutet werden. Und sie dürfen wegen der Arbeit nicht ihre Ausbildung – also die Schule – vernachlässigen. Außerdem müssen Kinder neben der Schule noch Zeit zum Spielen und zur Erholung haben.

Für die meisten Kinder in Deutschland und den anderen reichen Ländern in der Welt ist das selbstverständlich. Viele andere Kinder können davon aber nur träumen. Sie müssen arbeiten, weil ihre Familien sonst nicht überleben könnten. 168 Millionen Mädchen und Jungen sind, so schätzen Experten, Kinderarbeiter. Wahrscheinlich sind es aber noch viel mehr.

Sie sammeln zum Beispiel Müll oder arbeiten in Fabriken. Sie bekommen viel weniger Geld dafür als die Erwachsenen. Sie sind also sehr billige Arbeitskräfte. Und in der Schule waren diese Kinder noch nie. Nicht zur Schule zu müssen, das fänden manche hier sicher auch verlockend. Aber mit den Kinderarbeitern in Indien und in anderen Ländern tauschen? Das wäre wohl keine so gute Idee.

Heute ist der Welttag gegen die Kinderarbeit. Und deshalb zeigen heute sehr viele Menschen in der Welt der Kinderarbeit die rote Karte.

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