Warum gibt es wieder Kritik an Primark?

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Das ist eine gut gefüllte Einkaufstüte des Textildiscounters Primark: Das Unternehmen ist in die Kritik geraten. Foto: dpa

Aachen. Viele Kinder und junge Leute finden Primark toll. Denn da kann man für wenig Geld viel einkaufen. In Köln ist erst vor kurzem ein Primark-Laden eröffnet worden, in Düsseldorf gibt es auch einen. Was junge Leute so toll finden, ist: Da gibt es zum Beispiel T-Shirts für 2,50 Euro.

Und Kleider und Hosen sind auch super-billig. Eine Frau in Nordirland hatte kürzlich bei Primark in Belfast eine billige Hose gekauft. Und sie sagt, sie habe darin ein Etikett mit einer Art Hilferuf – aus asiatischen Schriftzeichen – gefunden. Auf dem Etikett, das in der Hose war, steht etwas wie: Wir müssen „wie die Ochsen arbeiten“ und das Essen, das zur Verfügung gestellt würde, sei selbst für Tiere ungenießbar.

Das Etikett in der Hose ist kein Einzelfall. Es gab auch schon ein Etikett mit einer Botschaft auf einem Kleid von Primark. Die Botschaft in dem Kleid lautete: „gezwungen bis zur Erschöpfung zu arbeiten“. Und in einem Top war ein Etikett, auf dem stand: „menschenunwürdige ausbeuterische Arbeitsbedingungen“.

Wie die Etiketten in die Kleidungsstücke gekommen sind, ob sie von Arbeiterinnen eingenäht wurden oder vielleicht auch erst später – vielleicht von anderen: Das ist alles nicht geklärt. Ein Sprecher von Primark sagte, er wundere sich über den neuen Vorwurf. Denn das Kleid sei schon vor einem Jahr gekauft worden. Das kann man zum Beispiel auf der Seite vogue.com nachlesen. Die Vogue ist eine Modezeitschrift.

Primark sagt übrigens auch, es würde nur mit Fabriken zusammenarbeiten, in denen „ethisch korrekt“ produziert wird. Es gebe dafür den „Primarks Code of Conduct“, in dem Prinzipien festgelegt werden. Wenn man aber weiß, wie viel Arbeit zum Beispiel hinter dem Nähen einer Hose steckt, dann sollte man sich eigentlich wundern, wenn die Hose fast nichts kostet. Darüber sollte man mal nachdenken.

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