Warum gibt es den Vorlesetag?

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Das ist Katarina Witt beim Vorlesetag im vergangenen Jahr in einer Grundschule in Berlin. Foto: dpa

Aachen. Am Freitag ist in Deutschland Vorlesetag. Dann lesen bekannte Menschen Kindern Geschichten vor. Mit dabei sind zum Beispiel Model Sara Nuru und die frühere Eiskunstläuferin Katarina Witt. Der Tag soll Werbung für das Vorlesen machen.

Erst kürzlich hatten Bildungs-Experten eine interessante Entdeckung gemacht. Sie hatten herausgefunden, dass Eltern, Großeltern oder Geschwister nicht früh genug mit dem Vorlesen anfangen können. Schon ein drei Monate altes Kind kann wenige Minuten gut zuhören. Aber man kann nicht genau sagen, ob das der beste Zeitpunkt ist. Oder ob das Vorlesen erst Sinn macht, wenn die Kinder etwas älter sind. Das muss man ausprobieren.

Fest steht aber: Kinder, denen vorgelesen wird, wollen früher selbst lesen. Und: Es fällt ihnen später leichter, Texte zu verstehen. Das kann auch für Mathematik wichtig sein. Es gibt also viele gute Gründe fürs Vorlesen und Lesen. Hier haben wir einige Informationen für euch zusammengestellt, wie ihr selbst gut vorlesen könnt – und warum es hilfreich ist, vorgelesen zu bekommen. Die Fakten und Tipps stecken in den Buchstaben von V-O-R-L-E-S-E-N:

V wie versprechen: Wenn ihr beim Vorlesen über einzelne Worte stolpert, ist das nicht schlimm. Lasst euch als Vorleser nicht aus der Ruhe bringen. Nehmt euch Zeit für den Text.

O wie Ort: Ihr könnt fast überall anderen vorlesen. Vorausgesetzt, es ist dort ruhig und gemütlich. Baut euch und euren Freunden doch eine Höhle aus Stühlen und Decken –und dann kann‘s losgehen.

R wie Ritual: Ihr hört gerne Geschichten? Dann macht doch ein Ritual daraus. So nennt man es, wenn etwas immer wieder in ähnlicher Weise abläuft. So könnten euch Vater oder Mutter zum Beispiel immer vor dem Einschlafen vorlesen.

L wie laut: Lest die Geschichte öfter laut für euch allein, bevor ihr sie vor einem Publikum vortragt. So könnt ihr Betonungen und Pausen besser üben.

E wie Eltern: Ungefähr jedes dritte Kind findet: Seine Eltern sollten ihm mehr vorlesen. Das zeigt eine Untersuchung aus dem vergangenen Jahr. Dabei wurden Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren zu ihren Vorlesewünschen befragt.

S wie schlau: Wer oft Geschichten hört, kann besser reden, schreiben und lesen. Meist kennt er auch mehr Wörter als Kinder, denen keiner vorliest. Das haben Fachleute herausgefunden.

E wie einteilen: Am Anfang erscheint der Text, den man vorlesen will, wie ein großer Berg aus Worten. Teilt euch die Geschichte in einzelne Abschnitte ein. Dann fällt das Vorlesen leichter.

N wie Noten: Liest jemand Kindern regelmäßig vor, haben sie oft bessere Noten. Also frag doch mal Papa, Mama, Oma oder Opa, ob sie dir eine Geschichte erzählen.

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