Warum gibt es arme Kinder?

Von: me
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„Keiner will mit mir spielen“, denkt das Mädchen: Kinder aus armen Familien fühlen sich oft ausgegrenzt. Foto: dpa

Aachen. Du hast genug zu essen und auch die Sachen zum Anziehen, die du haben willst. Ein Handy, vielleicht sogar eine Drohne oder einen Spielroboter – und dazu auch noch Eltern oder Großeltern, die sich Zeit für dich nehmen. Dann müsste es dir gut gehen, denn du bist nicht arm. Das Schicksal hat es gut mit dir gemeint.

Vielen Kindern in der Welt geht es nicht so gut. Und man muss gar nicht so weit reisen, um diese Kinder zu finden. Wenn du genau hinschaust, dann siehst du vielleicht auch in deiner Umgebung Kinder, die als arm gelten.

Sehr viele Erwachsene, Experten, schauen sich regelmäßig an, wie es den Menschen – also auch den Kindern geht. Dabei stellen sie leider immer wieder fest, dass es viele arme Kinder auch bei uns gibt. Das kann verschiedene Gründe haben. Besonders schwierig kann es für Kinder werden, wenn ihre Eltern keine Arbeit haben. Wenn die Eltern also kein Geld verdienen können.

Für Kinder ist es dann oft unmöglich, selber irgendwann ein besseres Leben zu haben. Das zeigen fast alle Erfahrungen. Besser haben es Kinder, die von ihren Eltern gefördert werden können. Experten sagen: Man muss den Teufelskreis durchbrechen, in dem arme Kinder stecken. Der Jugendforscher Christian Pfeiffer zum Beispiel fordert: Eltern sollten kein Kindergeld mehr bekommen. Das klingt erst mal unfair. Er hat aber bei vielen Studien herausgefunden, dass viele Eltern das Geld gar nicht für die Kinder verwenden, sondern sich selbst davon Sachen kaufen.

Das findet er nicht gut. Das Kindergeld müsse also direkt den Kindern zugute kommen. Es müsste zum Beispiel in die Ganztagskitas und -schulen gesteckt werden. Und dort könnten dann auch die Kinder aus armen Familien profitieren. Denn Bildung sei der Schlüssel für eine bessere Zukunft, sagt Christian Pfeiffer.

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